Ärzte Zeitung online, 04.11.2010

Rhön-Klinikum erwartet Wachstumsjahr 2011

BAD NEUSTADT (dpa). Der Klinikbetreiber Rhön-Klinikum AG will trotz erwarteter Belastungen aus der Gesundheitsreform im nächsten Jahr weiter zulegen.

Konzernchef Wolfgang Pföhler korrigierte zwar die Umsatzerwartungen für das laufende Jahr von 2,6 Milliarden auf 2,55 Milliarden Euro leicht nach unten. Aber 2011 soll bei einem Umsatz von 2,65 Milliarden Euro der Konzerngewinn auf 160 Millionen Euro steigen, wie das Unternehmen am Donnerstag in Bad Neustadt mitteilte. Für dieses Jahr erwartet Rhön-Klinikum einen Gewinn von 145 Millionen Euro.

Für das kommende Jahr sieht sich der im MDax gelistete Konzern gut gerüstet. Die politischen Rahmenbedingungen stellten zwar eine Herausforderung dar, sagte Pföhler laut Mitteilung zur Gesundheitsreform der Bundesregierung.

Die Rhön-Klinikum AG werde ihr Versorgungsangebot aber weiterentwickeln und ihren Wachstumskurs fortsetzen, auch wenn die tatsächlich anfallenden Kostensteigerungen nach den bislang vorliegenden Eckdaten der Krankenhausfinanzierung nicht vollständig ausgeglichen werden könnten.

Angesichts der angespannten Haushaltslage vieler Kommunen rechnet Pföhler mit weiteren Privatisierungen. Die Rhön-Klinikum AG sei für Zukäufe gut gerüstet, sagte er. Auch die Entwicklung zu einem integrierten Gesundheitsversorger will Pföhler fortsetzen.

Nach neun Monaten des laufenden Jahres liege der Verbund von 54 Kliniken und 31 medizinischen Versorgungseinrichtungen voll auf Kurs. Die Umsatzerlöse stiegen um 10,5 Prozent auf 1,90 Milliarden Euro. Der Gewinn verbesserte sich um 10,4 Prozent auf 107,2 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um 8,2 Prozent auf knapp 37 700.

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