Ärzte Zeitung online, 12.11.2010

Nissan muss über 600.000 Autos wegen rostiger Lenkungen zurückrufen

FRANKLIN (eb). Nissan ruft Hundertausende Autos zurück. Der Grund sind rostige Lenksäulen und schlecht fassende Batterieklemmen. Betroffen sind überwiegend Käufer in den USA. Allerdings sind von dem Rückruf auch Autos des Models Nissan Sentra betroffen, die in dem Nissan-Werk in Aguascalientes in Mexiko zwischen dem 15. Mai und dem 8. Juli 2010 für den Weltmarkt produziert wurden.

Wie Nissan in Franklin im US-Staat Tennessee mitteilt, kann es wegen der Rostprobleme an der unteren Lenksäule schlimmstenfalls zu Brüchen kommen. Davon betroffen sind Autos der Modellreihen Frontier und Xtera, die Juli 2001 und Januar 2005 in Franklin oder die zwischen November 2001 und Juni 2008 in Curitiba in Brasilien produziert wurden. Die meisten der betroffenen Modelle sind in den USA zugelassen.

Nissan wurde durch drei Schadensberichte aus Kanada und sechs Berichte aus Brasilien auf das Problem aufmerksam. Unfälle habe es bislang nicht gegeben.

Bei den Sentra-Modellen muss die Klemme für den positiven Batteriepol ausgetauscht werden. Die Klemmen greifen nicht richtig, was zu Startschwierigkeiten führen kann. Die betroffenen Wagen können auch bei geringen Geschwindigkeiten ausgehen. Die Modelle wurden auch für den Weltmarkt produziert, sodass unter Umständen auch Autobesitzer in Deutschland betroffen sein könnten.

Nissan hatte erst im März weltweit mehr als eine halbe Million Fahrzeuge wegen defekter Bremspedale und Tankanzeigen zurückgerufen.

Zur Mitteilung von Nissan (englisch)

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