Ärzte Zeitung online, 22.11.2010

Studie: US-Banken fehlen 150 Milliarden Dollar

LONDON (eb). Wegen der strengeren Kapitalvorschriften bei den Basel-III-Reformen fehlen den US-Großbanken bis zu 150 Milliarden Dollar an Eigenkapital. Rund 90 Prozent des Finanzbedarfs entfielen dabei auf die größten sechs Geldhäuser in den USA, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf eine Studie von Barclays Capital.

Die Erhebung unterstelle, dass die Banken "hartes Kernkapital" von acht Prozent gemessen an ihren gesamten Vermögenswerten vorhalten müssten. Nach Basel III zählen nur noch Grundkapital und offene Rücklagen als "hartes Kernkapital".

Dieses muss von 2013 bis 2019 von zwei auf sieben Prozent erhöht werden, um die Banken krisenfester zu machen. Für systemrelevante Banken ist ein zusätzlicher Aufschlag auf die allgemeinen Quoten im Gespräch.

Um Eigenkapital aufzubauen, können die Institute Gewinne einbehalten, Aktien ausgeben, riskante Anlagen durch Verkäufe abbauen und Risikogeschäfte zurückfahren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »