Ärzte Zeitung online, 14.12.2010

Grünenthal gestaltet Stellenabbau sozialverträglich

AACHEN (cw). Der Stellenabbau bei Grünenthal in Aachen fällt geringer aus als angekündigt. Eine Auffanggesellschaft soll dem Gros der Betroffenen den Wechsel in andere Unternehmen erleichtern.

Das ist das Ergebnis einer Vereinbarung zwischen Betriebsrat und Unternehmensleitung, die Montag bekanntgegeben wurde. Demzufolge sollen jetzt nicht mehr wie ursprünglich geplant 220 Arbeitsplätze an den inländischen Grünenthal-Standorten gestrichen werden, sondern nur noch 180.

141 Mitarbeiter könnten in eine Transfergesellschaft wechseln in der sie "mindestens sechs bis maximal zwölf Monate durch individuelle Beratungsangebote und Berufsqualifizierungsmaßnahmen auf künftige Tätigkeiten außerhalb des Unternehmens vorbereitet werden", teilte Grünenthal mit.

Zudem sei es durch Versetzungen, Altersteilzeitvereinbarungen sowie auslaufende befristete Arbeitsverträge gelungen, Mitarbeiter im Unternehmen zu halten, heißt es weiter.

Außerdem wurde mit dem Betriebsrat vereinbart, dass bis Ende 2014 über die bisher beschlossenen Umstrukturierungsmaßnahmen hinaus keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen werden.

Grünenthal hatte Anfang November angekündigt, in den kommenden drei Jahren 360 Stellen im In- und Ausland zu kappen. Per anno sollen damit Einsparungen von rund 57 Millionen Euro erzielt werden.

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