Ärzte Zeitung online, 24.01.2011

Sanofi verlängert Angebotsfrist für Genzyme

PARIS (dpa). Der Pharmakonzern Sanofi-Aventis hat die Annahmefrist seines Übernahmeangebots für das US-Biotechunternehmen Genzyme ein weiteres Mal verlängert.

Das französische Unternehmen kam jedoch erneut Forderungen der Genzyme-Führung nach einem Aufschlag nicht nach. Das Angebot stünde bei 69 Dollar je Aktie in bar und laufe nun vorerst bis zum 15. Februar, teilte Sanofi-Aventis am Montag mit.

Die Franzosen bestätigten allerdings, dass mit der Genzyme-Führung weiter über die Ausgabe eines sogenannten Contingent Value Right (CVR) verhandelt werde.

Mit dem CVR will Sanofi-Aventis die Anteilseigner des US-Unternehmens zu einem späteren Zeitpunkt zusätzlich honorieren, falls sich das Genzyme-Medikament Lemtrada als Blockbuster-Arznei entpuppen sollte.

Die Unternehmen hätten weiter signifikant unterschiedliche Auffassungen über das Erfolgspotenzial des Multiple-Sklerose-Medikaments und es sei ungewiss, ob es zu einer Einigung kommen werde, hieß es in der Mitteilung weiter.

Sanofi-Aventis hatten bereits Mitte Dezember die Annahmefrist für das Angebot im Gesamtwert von 18,5 Milliarden Dollar bis zum 21. Januar verlängert. Zuletzt waren Sanofi-Aventis knapp 1,1 Millionen Genzyme-Aktien angedient worden.

Dies entspricht 0,4 Prozent der Stammaktien. In Medienberichten hatte es vor einigen Tagen Spekulationen gegeben, Sanofi-Aventis könnte sein Angebot inklusive der weiteren Rechte auf einen Preis von 76 bis 80 Dollar je Aktie erhöhen.

Der französische Pharmakonzern war Anfang Oktober mit einem feindlichen Übernahmeversuch in die Offensive gegangen. Seit Juli vergangenen Jahres werben die Franzosen um Genzyme.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (10803)
Organisationen
Genzyme (143)
Sanofi-Aventis (1598)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »

Wer nicht hören will, den soll die Kita künftig melden

Prävention mit Drohgebärden: Künftig will das Bundesgesundheitsministerium nicht nur mit Bußgeld drohen, sondern auch die Kitas einspannen, um die Verweigerer einer verpflichtenden Impfberatung herauszufischen. mehr »