Ärzte Zeitung online, 04.03.2011

Bionorica schließt 2010 mit Umsatzplus ab

DÜSSELDORF (ger). Beim Phytopharmaka-Hersteller Bionorica stehen die Zeichen weiter auf Wachstum. Das Unternehmen mit Sitz in Neumarkt/Oberpfalz hat sowohl im Inland als auch im Ausland beim Umsatz 2010 deutlich zugelegt.

Weltweit kam die Bionorica-Gruppe nach eigenen Angaben auf Umsatzerlöse von 149 Millionen Euro, was einem Wachstum von 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (140 Millionen Euro) entspricht.

In Deutschland verzeichnete das Unternehmen ein Plus von 5,7 Prozent auf 65,7 Millionen Euro, und das, obwohl der Markt für Phytopharmaka in Apotheken nach Erhebungen von Insight Health um 3,3 Prozent eingebrochen sei. Die Zahl der Mitarbeiter ist 2010 von 914 auf 950 aufgestockt worden.

"In Zeiten, in denen viele große Pharma-Unternehmen und auch die Generikahersteller Arbeitsplätze zum Teil kräftig abbauen, investieren wir in Deutschland weiter in Arbeitskräfte", hob Chief Executive Officer (CEO) Professor Michael Popp bei der Bilanzpressekonferenz seines Unternehmens in Düsseldorf hervor.

15 Prozent der Umsatzerlöse fließen nach Angaben Popps in die Forschung. Bionorica hat es sich zum Ziel gesetzt, die auf Erfahrung basierende Naturheilkunde durch Forschung wissenschaftlich zu untermauern.

Das Unternehmen nennt dieses Konzept Phytoneering. "Wir haben auch sehr viel in klinische Studien investiert", sagte Popp. Das Unternehmen kooperiert weltweit mit fast 500 Forschungseinrichtungen und Kliniken.

Der Marktanteil von Bionorica in Deutschland ist den Angaben zufolge im vergangenen Jahr weiter gestiegen - auf jetzt 10,4 Prozent nach Absatz im Bereich pflanzlicher Arzneimittel.

Allein das am häufigsten verkaufte Präparat Sinupret® sei 2010 trotz der schwachen Grippe- und Erkältungssaison rund 8,2 Millionen Mal verkauft worden, in den vergangenen 20 Jahren sei das Präparat in mehr als zwei Milliarden Tagesdosen eingenommen worden, so Popp. Im Herbst könnte Sinupret® in einer neuen Form auf den Markt kommen, der Zulassungsantrag sei gestellt.

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