Ärzte Zeitung online, 07.03.2011

Chemiebranche hat wieder Lust auf Fusionen

FRANKFURT/MAIN (dpa). In der Chemiebranche wächst nach der Krise die Zahl der geplanten Fusionen, Übernahmen und Unternehmenseinstiege.

Im vergangenen Jahr habe es in der Branche 105 solcher Geschäfte ab einem Volumen von 50 Millionen US-Dollar gegeben, ein Viertel mehr als noch 2009, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (PwC). Das Gesamtvolumen lag bei 110 Milliarden Dollar (rund 78,4 Milliarden Euro).

Treibende Kräfte seien steigende Gewinne, eine erstarkte Konjunktur und die Konzentration auf einzelne Wachstumsbereiche, sagte PwC-Chemieexperte Volker Fitzner. Zudem verkauften Finanzinvestoren ihre Beteiligungen.

Die Bewegung in der Branche werde 2011 weiter zunehmen, sagte Fitzner voraus. Einen Dämpfer erhielt die Bilanz 2010 nur durch die Absage der Übernahme des kanadischen Düngemittelherstellers Potash durch BHP Billiton. Auch so lag der Durchschnittswert der Geschäfte 2010 PwC zufolge aber immer noch bei 635 Millionen Dollar.

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