Ärzte Zeitung online, 30.03.2011

Vorwurf Insiderhandel: Sonova-Chefs treten zurück

STÄFA (dpa). Die Geschäftsleitung des weltweit zur Spitze gehörenden Schweizer Hörgeräteherstellers Sonova ist nach Vorwürfen des Insiderhandels zurückgetreten.

Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in Stäfa bei Zürich mit. Vor Bekanntgabe einer Gewinnwarnung des Hörgeräteherstellers war es in der Geschäftsleitung und im Verwaltungsrat zu umfangreichen Aktienverkäufen gekommen.

Konzernchef Valentin Chapero und Finanzchef Oliver Walker traten zurück. Andy Rihs gab das Präsidium des Verwaltungsrates, der Schweizer Form des Aufsichtsrates, ab.

Bevor Sonova am 16. März bekanntgegeben hatte, dass Umsatz und Gewinn 2011 wesentlich niedriger als erwartet ausfallen werden, wurden von Mitgliedern der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrates Aktien und Optionen im Wert von 47 Millionen Franken (rund 36 Millionen Euro) verkauft.

Die Staatsanwaltschaft hat darauf mit Untersuchungen wegen möglichen Insiderhandels begonnen. Sonova gehört zu den drei weltweit größten Hörgeräteherstellern. Mit über 6800 Mitarbeitern wurden im Geschäftsjahr 2009/2010 (Ende März) rund 1,2 Milliarden Franken umgesetzt und ein Gewinn von 354 Millionen Franken erzielt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. Offenbar fällt es aber schon Kindern schwer, ihre Bewegungsmuster zu ändern. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethische Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »