Ärzte Zeitung online, 08.04.2011

Merck KGaA will nächste Umsatzmarke knacken

FRANKFURT/MAIN (dpa). Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA will 2011 die Umsatzmarke von zehn Milliarden Euro deutlich überschreiten.

"Wir rechnen mit einem Anstieg der Gesamterlöse in einer Spanne zwischen 10 und 15 Prozent", sagte Konzernchef Karl-Ludwig Kley am Freitag bei der Hauptversammlung in Frankfurt. Im vergangenen Jahr war der Umsatz um fast 20 Prozent auf den Höchstwert von 9,3 Milliarden Euro gestiegen.

Das operative Ergebnis betrug 1,1 Milliarden Euro - ein sprunghaftes Plus um 71,6 Prozent im Vergleich zum Krisenjahr 2009. Hier geht Kley von einer Steigerung zwischen 35 und 45 Prozent aus. Der Börsenkurs folgte den positiven Aussichten allerdings nicht. Die Akte gab am Vormittag in Frankfurt um 1,2 Prozent nach und lag bei 64,40 Euro.

Kley ging nicht nur auf das aus Sicht von Merck erfolgreiche Jahr 2010 ein, sondern äußerte sich auch zu gesellschaftspolitischen Themen. Einer verordneten Frauenquote erteilte er eine klare Absage.

Anlass war die Berufung von drei Männern in die Geschäftsleitung. Es seien keine Frauen ausgewählt worden, weil die Männer "die Besten waren, die sich auf die Positionen beworben haben", sagte Kley. "Unternehmen sind nicht in erster Linie Orte gesellschaftlicher Teilhabe."

Topics
Schlagworte
Unternehmen (10923)
Organisationen
Merck (930)
Personen
Karl-Ludwig Kley (57)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »