Ärzte Zeitung online, 13.04.2011

apoBank erhebt Klage gegen Ex-Vorstände

DÜSSELDORF (ava). Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) wird Schadenersatzklage gegen fünf ehemalige Vorstände einreichen. Das bestätigte eine Sprecherin der Genossenschaftsbank. Die Bank fordert von den Ex-Vorständen insgesamt 66 Millionen Euro Schadenersatz. Nach einem Beschluss des Aufsichtsrats sollen die Klagen in den nächsten Tagen eingereicht werden.

Hintergrund der Schadenersatzklage sind riskante Geschäfte mit strukturierten Wertpapieren, die der Bank im Zuge der Finanzkreise 2009 den ersten Jahresverlust in ihrer Geschichte beschert hatten. Schon Mitte September hatte der Aufsichtsrat der apoBank entschieden, dass neben dem ehemaligen Vorstandssprecher Günter Preuß auch gegen den Ex-Risikovorstand Günther Herion, Ex-Kapitalmarktvorstand Harald Wilsing und gegen die ehemaligen Vorstände Gerhard Girner und Werner Albert Schuster Klage erhoben werden soll.

Da die Verhandlungen mit der Managerhaftpflichtversicherung der ehemaligen Vorstände über eine gütliche Einigung gescheitert sind, hat der Aufsichtsrat jetzt beschlossen, tatsächlich den Rechtsweg einzuschlagen. Der Ausgang des Verfahrens könne jedoch nicht zu wirtschaftlichen Belastungen für die Bank führen, so eine Banksprecherin, da die Schäden schon in den Gewinn- und Verlustrechnungen der vergangenen Jahre verbucht seien.

Bis 2008 hatte der damalige Vorstand strukturierte Finanzprodukte von 5,5 Milliarden Euro angesammelt, derzeit sind es 4,2 Milliarden Euro. Bis 2014 will Bankenchef Herbert Pfennig den Bestand auf 2,5 Milliarden Euro reduzieren. Am Montag hatte die apoBank ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2010 vorgelegt und einen Jahresüberschuss von 53 Millionen bekannt gegeben - nach Verlusten in Höhe von 283 Millionen Euro im Jahr 2009.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »