Ärzte Zeitung online, 22.06.2011

Beiersdorf-Manager soll Celesio-Chef werden

STUTTGART (dpa). Der Beiersdorf-Manager Markus Pinger soll neuer Vorstandschef des Pharmagroßhändlers Celesio werden. Mit der Sache vertraute Kreise bestätigten am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des "Handelsblatts".

Pinger folge Fritz Oesterle nach, der Ende Juni das Unternehmen verlässt. Weder Celesio in Stuttgart noch Beiersdorf in Hamburg wollten sich auf Nachfrage dazu äußern.

Der 47-jährige Pinger hat sich bei Beiersdorf in verschiedenen Führungspositionen einen Namen gemacht. Seit 2005 sitzt der Diplom-Kaufmann, der vor 21 Jahren bei Unilever als Trainee startete, im Vorstand des Hamburger Konsumgüterherstellers.

Vor rund einem Jahr übernahm er das neu geschaffene Mega-Ressort Marken und Zulieferkette und arbeitete an der Renovierung der wichtigsten Marke Nivea. Zuvor hatte Pinger als Amerika-Vorstand das Geschäft dort zurück in die schwarzen Zahlen geführt.

Vorgänger Oesterle verlässt nach Differenzen mit dem Aufsichtsratschef des Großaktionärs Haniel, Jürgen Kluge, das Unternehmen. Oesterle bekommt nach früheren Angaben eine Abfindung von 9,1 Millionen Euro, sein Vertrag wäre noch bis Ende 2013 gelaufen.

Vergangene Woche noch hatte er eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Dem Konzern mit mehr als 23 Milliarden. Euro Umsatz machten die staatlichen Sparmaßnahmen in vielen europäischen Länder stärker als erwartet zu schaffen.

Um gegenzusteuern, will Celesio das Geschäft mit OTC-Arzneien und anderen freiverkäuflichen Produkten in Apotheken ausbauen. Ein Job, für den Pinger, der bei Beiersdorf zeitweise auch die Medizinproduktesparte betreute und das Geschäft mit Drogerien forcierte, das nötige Know-how mitbringt.

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