Ärzte Zeitung online, 02.08.2011

Generika helfen Fresenius

BAD HOMBURG (dpa/ger). Glänzende Geschäfte mit Generika und Infusionen haben dem Medizinkonzern Fresenius im ersten Halbjahr zusätzliche Gewinne beschert.

Konzernchef Dr. Ulf M. Schneider strebt weiter ein Rekordjahr an und erhöhte zum zweiten Mal in diesem Jahr den Ergebnisausblick für den Konzern. Von Januar bis Juni legte der Konzerngewinn um ein Fünftel auf 363 Millionen Euro zu, teilte der Dax-Konzern am Dienstag mit.

Das operative Ergebnis (EBIT) der Fresenius SE & Co. KGaA stieg um acht Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Insgesamt stieg der Konzernumsatz um vier Prozent auf acht Milliarden Euro.

Gewinntreiber war insbesondere die Sparte Generika und Infusionen (Kabi) mit einem um 13 Prozent höheren Umsatz (1,97 Milliarden Euro) und einem um 33 Prozent gewachsenen Gewinn von 181 Millionen Euro.

Die Hessen profitierten dabei von Lieferschwierigkeiten der Konkurrenz und erfolgreichen Produkteinführungen in den USA.

Hohes Wachstum in aufstrebenden Regionen

Auch die Krankenhaustocher Helios strebt mehr Gewinn als ursprünglich geplant an, während die Beratungstochter Vamed wegen Projektverzögerungen schwächelte.

Besonders hohe Wachstumsraten erzielte der weltweit agierende Gesundheitskonzern in den Regionen Asien (plus 27 Prozent), Lateinamerika (plus 15 Prozent) und Afrika (plus 22 Prozent).

16 Prozent des Konzernumsatzes sind im ersten Halbjahr in diesen drei Regionen erzielt worden, wobei Asien mit neun Prozent Umsatzanteil das höchste Gewicht hatte.

Der Konzern beschäftigte den Angaben zufolge Ende Juni 2011 weltweit 142.933 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2010: 137.552).

Wichtiges Standbein Dialyse

Wesentlich zum guten Gesamtergebnis trug gerade auch die wichtigste Konzernsparte, der ebenfalls im Dax notierte Dialyse-Dienstleister Fresenius Medical Care (FMC) bei. Zum 30. Juni 2011 behandelte Fresenius Medical Care 225.909 Patienten in 2838 Dialysekliniken.

Im ersten Halbjahr wurde bei FMC ein Gewinn von 481 Millionen US-Dollar (rund 339 Millionen Euro) erzielt. Der Umsatz kletterte auf 6,23 Milliarden Dollar (rund 4,4 Milliarden Euro).

Der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen rund um die Nierenwäsche bestätigte sein Umsatzziel für 2011 von mehr als 13 Milliarden US-Dollar (rund 9,1 Milliarden Euro). Dabei soll mehr als eine Milliarde Dollar Gewinn anfallen.

Wie FMC weiter mitteilte, will sich die Gesellschaft auf dem wichtigsten Markt, den USA, mit der Übernahme des Konkurrenten Liberty Dialysis verstärken.

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