Ärzte Zeitung online, 04.08.2011

Jetzt amtlich: Mappus wechselt in die Pharmabranche

DARMSTADT (dpa). Es ist jetzt offiziell: Baden-Württembergs ehemaliger Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) verlässt Ende des Monats die Politik und heuert beim Pharmakonzern Merck an.

Jetzt amtlich: Mappus wechselt in die Pharmabranche

Tschüss! Stefan Mappus nimmt Abschied von der Politik.

© dpa

"Mappus wird eine Führungsfunktion im Ausland übernehmen", bestätigte ein Sprecher des Darmstädter Unternehmens am Donnerstag. Wo genau, wollte der Sprecher nicht mitteilen.

Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung übernimmt Mappus eine Führungsaufgabe bei Merck in Amerika oder Südostasien; sein Landtagsmandat werde er Ende August niederlegen.

Früher für Siemens gearbeitet

Der 45-Jährige ist Diplom-Ökonom und hatte früher für Siemens Telefone vertrieben. Das Arbeitsverhältnis ruhte zuletzt ohne Bezahlung. Bei der Landtagswahl Ende März verlor Schwarz-Gelb im Südwesten die Mehrheit.

Am Mittwoch vergangener Woche hatte der Merck-Vorstandschef Karl-Ludwig Kley erstmals öffentlich bestätigt, "dass wir mit Herrn Mappus im Gespräch sind".

Vor kurzem übernahm bereits Hessens Ex-Ministerpräsident Roland Koch (CDU) einen Posten in der Wirtschaft. Seit 1. Juli ist er Vorstandschef des Mannheimer Baukonzerns Bilfinger Berger, der unter anderem in Australien im Klinikbau tätig ist.

[05.08.2011, 11:37:25]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Mappus Merck-Manager?
Na prächtig, jetzt wechselt Baden-Württembergs Ex-MP Stefan Mappus zu Merck. Aber nicht nur der hessische Ex-MP Dr. Roland Koch verdient jetzt seine Brötchen als Vorstandschef bei Bilfinger & Berger.

Politik- und Wirtschaftsgrößen bekommen immer Asyl: Prof. Bert Rürup bei der MaschmeyerRürup-AG, Ex-BK Gerhard Schröder bei GAZPROM mit RWE-Allianz und Ex-Außenminister Joschka Fischer bei RWE und OMV (Nabucco-Pipeline). Und wenn schon kein Asyl, dann wenigstens Bewährung - wie der Ex-VW-Vorstand Peter Hartz 2007 für 2 Jahre.

Willkommen im 'Club der toten Dichter' ... äh, abgehalfterten Politiker!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM (z. Zt. Bergen aan Zee)


 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »