Ärzte Zeitung, 15.08.2011

Exportgeschäft beflügelt Medizintechnikbranche

BERLIN (maw). Um knapp zehn Prozent haben die deutschen MedTech-Hersteller im ersten Halbjahr 2011 ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf mehr als zehn Milliarden Euro gesteigert.

Bei einer Exportquote von 66 Prozent sorgte das internationale Geschäft für positive Impulse, so der Branchenverband SPECTARIS. Der Auslandsumsatz legte demnach um mehr als 13 Prozent zu. Das Inlandsgeschäft dagegen enttäuschte mit nur knapp vier Prozent Plus.

Die Zahl der Beschäftigten, der mehr als 1100 Betriebe lag mit 91.000 Mitarbeitern um drei Prozent über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr rechnet der Branchenverband SPECTARIS mit einem weiteren Umsatzwachstum.

"Die Medizintechnik setzt ihren Erfolgskurs der vergangenen Jahre fort. Die Finanzkrise bedeutete nur eine kurze Talfahrt. Nach einem Plus von neun Prozent in 2010 wachsen die Umsätze auch in 2011 weiter", fasste SPECTARIS-Geschäftsführer Tobias Weiler zusammen.

Umsatz im Ausland beflügelt

Die Unternehmen hätten sich 2009 zwar deutlich konjunkturunabhängiger gezeigt als die meisten anderen Industriezweige, hätten aber einen leichten Umsatzrückgang um vier Prozent hinnehmen müssen.

Der deutliche Zuwachs des Gesamtjahres 2010 resultierte laut SPECTARIS maßgeblich aus einem Anstieg des Auslandsumsatzes um zwölf Prozent auf 12,8 Milliarden Euro. Der Inlandsumsatz konnte ebenfalls zulegen und lag mit 7,2 Milliarden Euro um fünf Prozent über dem Vorjahresergebnis.

"Bei einer Exportquote von knapp 66 Prozent bleibt das Auslandgeschäft von zentraler Bedeutung", verdeutlicht Weiler. Zum Jahresbeginn konnte insbesondere der Auslandsumsatz mit Ländern außerhalb der Europäischen Union gesteigert werden.

Wachstumsmotor Asien

So stiegen etwa die Exporte in die USA im ersten Quartal um 18 Prozent, nach China um 35 Prozent und nach Russland um 16 Prozent.

Obwohl die Länder der Europäischen Union mit einem Anteil von insgesamt 36 Prozent nach wie vor die wichtigsten Handelspartner der deutschen Unternehmen sind, befindet sich Asien auf der Überholspur.

Im ersten Quartal legten hier die Exporte um 15 Prozent zu. Damit hatten 17 Prozent der deutschen Medizintechnik-Ausfuhren diese Region als Ziel.

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