Ärzte Zeitung, 23.08.2011

Deutscher Außenhandel weiter auf Rekordkurs

BERLIN (dpa). Der deutsche Außenhandel ist trotz eingetrübter Konjunkturaussichten weiter auf Rekordkurs. "Bei Ein- und Ausfuhren winken in diesem und nächsten Jahr wieder neue Rekordwerte", so der Weltkonjunkturbericht der Außenhandelskammern des DIHK.

2011 exportiere Deutschland Waren im Wert von deutlich mehr als einer Billion Euro. Dank des nur leicht verlangsamten Wachstums bei den Ausfuhren sollte es nächstes Jahr gelingen, hinter Exportweltmeister China Platz 2 der Exportnationen zu behaupten.Laut DIHK-Prognose dürften die Exporte in diesem Jahr um elf und 2012 um neun Prozent zulegen.

Bei den Einfuhren wird von einem Plus von jeweils elf Prozent in beiden Jahren ausgegangen. Der deutsche Außenhandel fällt damit aber deutlich geringer aus als im Boomjahr 2010 mit Wachstumsraten bei Exporten und Importen von jeweils rund 20 Prozent.

Die Weltwirtschaft könnte nach Ansicht des DIHK in diesem Jahr um 3,9 Prozent wachsen und 2012 um 4,1 Prozent. Dies liege merklich über dem Durchschnitt der vergangenen 20 Jahre (3,4 Prozent). "Damit kann das Expansionstempo aus dem Jahr 2010 (fünf Prozent) zwar nicht gehalten werden, aber ein Rückfall in eine Rezession ist nicht zu erwarten", heißt es in dem Bericht.

Problembelastete Staatshaushalte in etlichen Industriestaaten und nach wie vor hohe Rohstoffpreise dämpften das Wachstum der Weltwirtschaft - auf ein aber immer noch moderates Niveau.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (10923)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »