Ärzte Zeitung, 20.11.2011

Die Medica setzt positive Konjunktursignale

Die Medica setzt positive Konjunktursignale

Diagnostik, Medizintechnik, Medizinprodukte und Medizin-IT sind und bleiben ein Wachstumssektor. Das hat die Medica wieder gezeigt - mit Ausstellerrekord, hohen Besucherzahlen bei Messe und Kongress und internationalem Publikum aus mehr als 100 Ländern.

DÜSSELDORF (ger). Die Medica 2011, die am 19. November nach vier Tagen in Düsseldorf zu Ende gegangen ist, hat mitten in der Finanzkrise der Euro-Länder ein starkes Konjunktursignal gesetzt. Die Gesundheitswirtschaft - bei der größten Medizinmesse der Welt vertreten durch Hersteller von Medizintechnik, Medizinprodukten, Diagnostika und Medizin-IT - ist auf einem stabilen Wachstumspfad.

"Die Hersteller haben einmal mehr ihre Leistungsstärke unter Beweis gestellt", sagte Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, zum Abschluss der Messe laut einer Pressemitteilung.

Schäfer berichtete von einer "ausgezeichneten Stimmung unter den Ausstellern". 134.500 Besucher seien an den vier Messetagen zur Medica und zur Zulieferermesse Compamed gekommen (2010: 137.000).

Lob für die mittelständische Ausprägung der Medica

US-Außenhandelsstaatssekretär Suresh Kumar lobte bei seinem Messebesuch laut Pressemitteilung, dass die Medica im Unterschied zu Messen anderer Branchen stark mittelständisch geprägt sei.

"In der Luftfahrt- oder der Automobilindustrie werden die Leitmessen einzig von Großkonzernen domininiert. Die Medica ist dagegen Geschäftsplattform für tausende von kleinen und mittelständischen Unternehmen", sagte Kumar.

"Es gilt, verkrustete Denkweisen aufzubrechen und Medizintechnik nicht einzig auf die Investitionskosten bei ihrer Implementierung zu reduzieren. Der Nutzen muss klar herausgestellt werden", betonte Horst Giesen, Direktor der Medica.

Trends: Gesamtsysteme für Krankenhäuser, mobile Anwendungen (Apps)

Die Trends bei den Innovationen gingen in diesem Jahr zum einen zu gemeinsam von mehreren Herstellern entwickelten Gesamtsystemen, etwa für das Op-Management in Krankenhäusern. Zum anderen waren mobile Anwendungen (Apps) für Tablet-PC und Smartphones im Krankenhaus, niedergelassene Ärzte und für Patienten stark gefragt.

Von "stabilen Teilnehmerzahlen" mit mehreren tausend Besuchern berichtet auch der Veranstalter des Kongresses, die Medica Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Medizin e.V.

Besonders die Pro- und Kontra-Veranstaltungen zu aktuellen Kontroversen in der Medizin seien stark nachgefragt gewesen, ebenso Veranstaltungen, in denen neue Leitlinien mundgerecht aufbereitet wurden, sagte Dr. Julia Rautenstrauch, Generalsekretärin der Gesellschaft, der "Ärzte Zeitung".

Auch die Seminare zu den großen Volkskrankheiten wie KHK, Diabetes und Depression seien gut besucht worden. Die Besucher hätten in einer Befragung positive Rückmeldungen gegeben, so Kongresspräsident Professor Werner A. Scherbaum. Vor allem die Themenvielfalt des Kongresses werde sehr geschätzt.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Der wahre Nutzen von Innovationen

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