Ärzte Zeitung online, 29.11.2011

Merck und Merck verwechselt man nicht

NEW YORK (dpa/eb). Der deutsche Pharma-Hersteller Merck KGaA hat seine Facebook-Seite an den US-Rivalen Merck & Co. durch ein Versehen des Online-Netzwerks verloren.

Ein Facebook-Sprecher entschuldigte sich und sprach im "Wall Street Journal" am Montag von einem "Verwaltungsfehler". Die Darmstädter Merck KGaA hatte über ein New Yorker Gericht eine Erklärung von Facebook verlangt.

Dem Antrag zufolge hatte die Merck KGaA sich bei Facebook die Adresse www.facebook.com/merck im März 2010 gesichert.

Im Oktober dieses Jahres stellten die Deutschen demnach jedoch fest, dass dort die Präsenz des US-Konkurrenten, der außerhalb Nordamerikas als MSD firmiert, zu finden ist.

Facebook habe bei ersten Anfragen wenig Entgegenkommen gezeigt, deshalb sei Merck KGaA vor Gericht gezogen.

Im ersten Weltkrieg getrennt

Dem "Wall Street Journal" zufolge will Facebook, dass die beiden Unternehmen jetzt zunächst untereinander klären, wer die Web-Adresse bekommt.

Merck KGaA und Merck & Co. haben gemeinsame Wurzeln in der Darmstädter Engel-Apotheke des Apothekers Heinrich Emanuel Merck.

Während des ersten Weltkriegs wurde die nordamerikanische Niederlassung von den USA enteignet und in ein eigenständiges Unternehmen überführt.

Seitdem firmiert Merck in Darmstadt in den USA als EMD, Merck & Co. tritt außerhalb der USA und Kanadas als MSD Sharp & Dohme auf.

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