Ärzte Zeitung online, 06.12.2011

Phoenix zwingt Novartis

MANNHEIM (cw). Im Konditionenstreit zwischen Pharmagroßhändlern und Novartis hat Phoenix jetzt ernst gemacht und die Belieferung durch Novartis per einstweiliger Verfügung eingeklagt.

Wie der Grossist am Dienstag mitgeteilt hat, hat das Landgericht Mannheim vergangenen Freitag eine entsprechende einstweilige Verfügung erlassen.

Phoenix habe seinen Eilantrag unter anderem auf vertragliche Vereinbarungen mit Novartis und den öffentlich-rechtlichen Belieferungsanspruch der pharmazeutischen Großhändler laut Arzneimittelgesetz gestützt, heißt es.

Bereits seit mehreren Wochen streiten Großhändler und Novartis über Zahlungskonditionen. Novartis will den Skonto von 1,5 auf 0,55 Prozent senken. Die Händler sind damit nicht einverstanden.

Als erster Pharmagroßhändler wurde daraufhin die Stuttgarter Gehe von Novartis nicht mehr beliefert. Phoenix und Sanacorp folgten.

Phoenix hatte jedoch versichert, die neuen Novartis-Konditionen nicht durch eigenmächtige Rechnungskürzung verletzt zu haben.

Man habe den Lieferstopp "nicht provoziert", sondern die Novartis-Rechnungen immer im geforderten Umfang beglichen, beteuerte ein Unternehmenssprecher.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

"Abwarten und Teetrinken funktioniert nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die schleppenden Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »