Ärzte Zeitung online, 10.01.2012

Novartis erwartet Milliardeneinbuße ab 2013

BASEL (cw). Novartis rechnet ab 2013 mit Umsatzeinbußen zwischen 3,5 und vier Milliarden Dollar jährlich. Grund dafür ist der Patentauslauf des Blockbusters Diovan® (Valsartan) in den USA; offizieller Termin dafür ist September dieses Jahres.

In Europa hat der Blutdrucksenker bereits die Marktexklusivität verloren. Trotzdem ist Diovan® nach den ersten neun Monaten 2011 mit Erlösen von 4,35 Milliarden Dollar (-3,0 Prozent) noch immer größtes Pharmaprodukt des schweizerischen Konzerns.

Wie Novartis-Chef Joe Jimenez gegenüber der "Basler Zeitung" sagte, werde der Patentauslauf für Valsartan den anhaltenden Wachstumskurs des Unternehmens bremsen.

Allerdings erwartet Jimenez, dass schon im Folgejahr 2014 die Wachstumskurve wieder "deutlich ansteigen" wird.

Starkes vergangenes Jahr

Der CEO kündigte an, die Diversifizierung des Geschäfts nicht weiter vorantreiben zu wollen. Vielmehr bevorzuge er den Ausbau der einzelnen Sparten. Außer verschreibungspflichtige Pharmainnovationen vermarktet Novartis Augenheilmittel, Impfstoffe, Diagnostika, Generika sowie OTC-Produkte und Tierarzneimittel.

Nachdem die Übernahme des US-Ophthalmologiespezialisten Alcon die Verschuldung auf 17 Milliarden Dollar erhöht habe, seien derzeit nur Akquisitionen "in der Größenordnung von zwei bis drei Milliarden Franken pro Jahr" möglich, so Jimenez weiter.

Erst wenn die Verschuldung unter zehn Milliarden Dollar gesunken sei, könne man wieder über größere Zukäufe nachdenken. 2011 sei für Novartis "ein sehr starkes Jahr" gewesen, erklärte der CEO. Die Bilanz soll am 25. Januar veröffentlicht werden.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (10652)
Organisationen
Novartis (1493)
Wirkstoffe
Valsartan (174)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »