Ärzte Zeitung online, 04.06.2012

Merck-Betriebsrat: Stellenabbau ohne Kündigung

DARMSTADT (dpa). Im Zuge des weitreichenden Umbaus beim Pharma- und Chemiekonzern Merck könnten in Deutschland nach Einschätzung des Betriebsrats fast zehn Prozent der Stellen ohne Kündigungen abgebaut werden.

"Ich rechne damit, dass bis zu 900 Mitarbeiter in Deutschland das Angebot von Altersteilzeit und freiwilligem Ausscheiden annehmen", sagte Betriebsratschef Heiner Wilhelm der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Derzeit liefen die Gespräche mit Mitarbeitern.

Der Konzernbetriebsrat und die Geschäftsleitung des Darmstädter Familienunternehmens hatten sich vor der Hauptversammlung des Dax-Konzerns Ende April auf ein Eckpunktepapier verständigt.

Durch die Freiwilligenprogramme sollen betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden - ganz ausgeschlossen hatte die Geschäftsleitung sie aber nicht. In Deutschland beschäftigt Merck rund 10.600 Menschen.

Konkrete Pläne für Deutschland wurden noch nicht bekannt. Weltweit beschäftigt Merck rund 40.600 Mitarbeiter. Am 20. Juni wird in Darmstadt die nächste Betriebsversammlung stattfinden.

In Deutschland denkt die Geschäftsleitung über eine Verlagerung des Dienstleisters Merck Shared Services Europe nach Osteuropa nach.

Damit stünden am Stammsitz Darmstadt 200 Arbeitsplätze zur Disposition. Zudem würden übertarifliche Gehaltsbestandteile sowie die Höhe der Eingruppierung infrage gestellt, sagte Wilhelm. Analysten rechnen mit einem Abbau von weltweit mehr als 2000 Stellen.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (10652)
Organisationen
Merck (915)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »