Ärzte Zeitung online, 29.06.2012

GHD will Nestlés enterale Ernährung übernehmen

AHRENSBURG (cw). Die Unternehmensgruppe GHD Gesundheits GmbH setzt den Ausbau ihrer Aktivitäten mit unverminderter Geschwindigkeit fort: Aktuell führt das Homecareunternehmen mit der Nestlé Healthcare Nutrition GmbH Gespräche zu den deutschlandweit exklusiven Vertriebsrechten für deren Trink- und Sondennahrung sowie der dazu gehörenden Medizintechnik.

Nestlé Healthcare plane, sich künftig auf die Bereiche Pädiatrie, Gewichtsreduktion und spezielle Diäten zu konzentrieren, heißt es in einer Mittelung der GHD.

Die Auslagerung der Produkte zur enteralen Ernährung beinhalte auch die Übernahme der Nestlé-Mitarbeiter, die bislang mit deren Vertrieb betraut waren.

Für Mitarbeiter und Kunden werde sich nach der Geschäfts-Übertragung auf die GHD "wenig ändern", versichert Malte Klar, Geschäftsführer der Nestlé Healthcare GmbH.

Der Hilfsmittellieferant und Homecaredienstleister GHD hatte erst im April dieses Jahres den Vertrieb der enteralen Ernährungsprodukte von Abbott in Deutschland übernommen.

Weitere Anstrengungen zu Expansion unternimmt die Gruppe vor allem in Sachen Rezepturherstellung: Anfang vorigen Jahres übernahm die GHD den Leipziger Herstellbetrieb Oncosachs, der auf patientenindividuell hergestellten Infusionslösungen und generische Zytostatika spezialisiert ist.

Ähnliche Akquisitionen folgten Ende 2011 mit der Übernahme der Münchener Adhibis GmbH sowie im Mai dieses Jahres dem Erwerb der Oncotrade-Gruppe.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »