Ärzte Zeitung, 04.09.2012

Abbau

Merck KGaA streicht Stellen in Deutschland

DARMSTADT (ck). Den Standort Darmstadt will die Merck KGaA zwar stärken, trotzdem sind auch die deutschen Standorte vom Sparprogramm des Pharma- und Chemiekonzerns betroffen.

Nach der angekündigten Schließung der Merck-Serono-Zentrale in Genf und dem Stellenabbau in der Schweiz sollen nun in Deutschland bis Ende 2015 rund 1100 der insgesamt 10.900 Arbeitsplätze gestrichen werden.

Wie der Konzern mitteilte, erfolgt der Abbau sozialverträglich, hauptsächlich über Freiwilligen- und Altersteilzeitprogramme in allen Sparten und Funktionen.

Merck verzichte bis Ende 2017 - mit Ausnahme von noch zu prüfenden Standortschließungen und Betriebsübergängen - auf betriebsbedingte Kündigungen, heiße es.

Das Sparprogramm für Deutschland umfasse mehr als 100 Einzelinitiativen. Unter anderem werde eine Reihe unterstützender und spartenübergreifender Bereiche wie etwa die Logistik reorganisiert. Auslagerungen an externe Anbieter seien nicht vorgesehen.

Zur Stärkung des Standortes Darmstadt würden dort und an anderen deutschen Niederlassungen allein in den nächsten zwei Jahren mindestens 250 Millionen Euro investiert.

Den Plänen zufolge soll Darmstadt als weltweite Konzernzentrale der Gruppe weiter ausgebaut werden. Die Effizienzmaßnahmen sind laut Merck Teil der konzernweiten Initiative "Fit für 2018", die die Wettbewerbsfähigkeit der Darmstädter langfristig sichern soll.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (10923)
Organisationen
Merck (930)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »