Ärzte Zeitung online, 03.10.2012

Daiichi

Erstes eigenes Lungenkrebsmittel gescheitert

Mit einem Tyrosinkinase-Hemmer wollte Daiichi Sankyo ein erstes eigenes Therapeutikum gegen Lungenkrebs auf den Markt bringen. Jetzt wurden die Studien eingestellt.

TOKYO (cw). Daiichi Sankyo muss seine Hoffnungen auf ein neues Therapeutikum gegen nicht kleinzelligen Lungenkrebs begraben: Die Studien für Tivantinib werden eingestellt.

Wie das japanische Unternehmen mitteilt, hat der orale Tyrosinkinase-Hemmer in einem großen Phase-III-Test den primären Endpunkt Gesamtüberleben verfehlt.

Zwar habe die jüngste Datenauswertung ergeben, dass das progressionsfreie Überleben in der mit Tivantinib behandelten Patientengruppe statistisch signifikant besser ausfiel. Dieser Nutzen reiche aber nicht aus, um eine Fortführung des Projekts zu begründen, heißt es.

Daiichi Sankyo entwickelt Tivantinib zusammen mit dem amerikanischen Biotechunternehmen ArQule, von dem 2008 die weltweiten Rechte mit Ausnahme Japans, Chinas, Südkoreas und Taiwans erworben wurden.

Ursprünglich sollten die Zulassungsstudien für den Kandidaten - er wäre das erste Krebsmittel mit vollem Vertriebsrecht für Daiichi gewesen - bis Ende dieses Jahres abgeschlossen haben.

Tivantinib wird derzeit auch gegen Leberkrebs geprüft. Diese Arbeiten sind jedoch erst in Phase II.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Ärzte können künftig Medizinalhanf verordnen

Nach jahrelanger Debatte regelt das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu. Krankenkassen müssen künftig die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »