Ärzte Zeitung, 23.11.2012

Pharma

Brasilien investiert in der Ukraine

KIEW/SAO PAULO. Brasilien will die Ukraine als wirtschaftlichen Brückenkopf nach Europa nutzen.

Auf einer Investitions-Roadshow in Sao Paulo seien von brasilianischer Seite Investitionsanträge über 4,5 Milliarden US-Dollar bei den ukrainischen Behörden eingereicht worden, meldet der Dienst Worldwide News Ukraine.

"Wir möchten in der Ukraine eine Produktion von Mini-Traktoren aufbauen und Schiffswerften sowie pharmazeutische Herstellungstechnik aufkaufen", sagte Jose Barouki, Direktor der Handels- und Investmentfirma Daruvar in Sao Paulo.

Bereits im Mai habe das brasilianische Staatsunternehmen Farmanguinhos/Fiocruz einen Kaufvertrag mit dem ukrainischen Insulin-Produzenten Indar über 3,5 Millionen Ampullen genetisch hergestellten Human-Insulins unterschrieben.

Die Ukraine und Brasilien hätten außerdem einen Vorvertrag zum Aufbau einer Insulin-Produktion mit ukrainischer Technik in Brasilien bis 2014 abgeschlossen. (maw)

[24.11.2012, 17:53:53]
Dr. Bernhard Pallmann 
Bravo Brasilien - von Krise keine Spur!
Ich hatte die Gelegenheit, im Jahr 2009 fuer fast 10 Monate Brasilien seine Sprache(n) und seine Vielfalt wenigstens "etwas" kennen- und schaetzen zu lernen. Ein riesiges Land, natuerlich die Mit-Haupt-Wetterkueche der Erde, Amazonas & Co. buendeln rund 65 Prozent des Suesswassers unseres Planeten, mit fast 200 Millionen Buergern, multikulturell mit vielen, noch ungenutzten, wunderbaren Ressourcen, natuerlich einer einmaligen Natur, weltoffenen Gesellschaften, bildungshunrig - zunehmend umweltbewusster, natuerlich auch noch mit unendlich vielen Problemen und manchen Defiziten. Aber Brasiliens Weg ist - fast unbemerkt von den Laendern Europas - ein richtiger. Das "China" Suedamerikas boomt.

Das Gesundheitswesen von Goiania etwa, einer 2 Millionen Metropole des Bundesstaates Goias, ist hervorragend organisiert. Zwar muessen die vielen, oft bettelarmen und von weither mit unglaublich ueberfuellten, jedoch meist puenktlich fahrenden Bussen angereisten Hilfesuchenden haeufig in manchen Hospitaelern 4-6reihig stundenlang Schlangestehen, doch Notfaelle werden rasch und ohne jedwede Andeutung fuer "Korruption", welche faelschlicherweise oftmals diesen Laendern, insbesondere Brasilien, von Leuten nachgesagt wird, die niemals dort lebten, erledigt, meist mit einer Herzlichkeit und Fachkunde des Personals, an der sich manch hiesige Zentren ein Beispiel nehmen koennten. Grosses Kompliment dabei an die Orthopaedie/Unfallchirurgie in Goiania um Dr. Robson & Kollegen!

Brasilia uebrigens feierte im Jahr 2010 seinen 50. Geburtstag - und ist keinesfalls sterile "Retortenstadt" - im Gegenteil.

Dass Brasilien vermehrt Kontakte zu europaeischen Laendern, auch denen Osteuropas sucht, ist deshalb nur zu begruessen: in 2 Jahren Fussball-WM und dann 2016 "Olympia" werden ein uebriges zur weiteren Annaeherung beitragen. Ein Tip: Englisch als Fremdsprache genuegt nicht - wer nicht gerade in Grosstaedten wie "Rio", Sao Paulo oder "Horizone" unterwegs ist. Also, ohne Portugiesisches Basiswissen und einige Vorbereitungen zum Verhalten/Respektieren der jeweiligen Kultur-Gegend sowie Kenntnisse uber die evtl. Gesundheits-Risiken (Gelbfiber etc.) sollte man nicht nach Brasilien gehen - es sei denn, man wird, wie ich, inc. Familienanschluss. eingeladen und/oder machts "organisiert". Die Verwaltung Goianias organisierte mir uberigens meine "CPF", eine Art Strichcode-Overall.ID.Karte, ohne die "nichts geht", innerhalb von knapp 14 Tagen.

Da kann man dem "Pharmazie-Transfer" Brasil/Ukraine nur viel Erfolg wuenschen! Bernhard Pallmann, z.Zt. Spanien  zum Beitrag »

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