Ärzte Zeitung, 26.03.2013

Biotest

Außerhalb Europas gut im Rennen

DREIEICH. Der mittelständische Hersteller von Blutprodukten Biotest konnte 2012 sowohl vor als auch nach Steuern zweistellige Zuwächse verbuchen.

Die Aktionäre des börsennotierten Familienunternehmens sollen eine Dividende von 0,50 Euro je Stammaktie und 0,56 Euro je Vorzugsaktie erhalten.

Stimmt die Hauptversammlung zu, würden dann insgesamt 6,2 Millionen Euro ausgeschüttet, was einer Quote von 19 Prozent entspricht.

Operative Gewinn um sieben Prozent gestiegen

Der Gruppenumsatz nahm 2012 um rund vier Prozent auf 440 Millionen Euro zu. Trotz sowohl höherer F&E- als auch Vertriebskosten stieg der operative Gewinn um sieben Prozent auf 44,7 Millionen Euro.

Ein verbessertes Finanzergebnis - die Haupt-Abwertungslast griechischer Staatsanleihen fiel in die Vergleichsperiode des Vorjahres - brachte vor Steuern 23 Millionen Euro (+28 Prozent). Nach Steuern verdiente Biotest in den fortgeführten Geschäftsbereichen 33,4 Millionen Euro (+23 Prozent).

Eine zweite Tranche aus dem Verkauf der Sparte "Mikrobiologisches Monitoring" im Herbst 2011 an die Merck KGaA erhöhte den Überschuss auf 33,4 Millionen Euro.

Geschäft in der EU stagniert

Operativ sei Biotest 2012 vor allem außerhalb Europas gewachsen, heißt es. In den EU-Märkten habe das Geschäft wegen der Staatsschuldenkrise stagniert.

Vergangenen Juni hatte Biotest als erstes Pharmaunternehmen von sich Reden gemacht, das sich aus dem griechischen Markt komplett zurückzog. Für 2013 rechnet das Unternehmen mit noch stärkeren Impulsen aus Übersee.

Die Markteinführung eines neuen Immunglobulins in den USA (Bivigam®), dem mittelfristig Peak-Sales von jährlich 100 Millionen Euro zugetraut werden, begründet eine ausgesprochen optimistische Prognose: Der Umsatz soll um zehn bis 15 Prozent zulegen, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) in gleicher Größenordnung. (cw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »