Ärzte Zeitung online, 22.08.2013

Merz Pharma

Schweizer Anbieter für ästhetische Medizin übernommen

Nachdem das Frankfurter Familienunternehmen im April eine Übernahme wegen eines konkurrierenden Angebotes abblies, gelang jetzt der Kauf des privaten Herstellers Neocutis.

Von Christoph Winnat

FRANKFURT/MAIN. Merz Pharma baut seinen Geschäftsbereich Ästhetische Medizin weiter aus. Für einen nicht genannten Betrag wurde der Schweizer Hersteller Neocutis S. A. erworben.

Ausschlaggebend für die Akquisition sei dessen starke Marktpräsenz in den USA gewesen sowie das vielversprechende Entwicklungspotenzial des Unternehmens, heißt es in einer Mitteilung.

"Die Transaktion ist ein wichtiger Schritt zum Ausbau unseres USA-Geschäfts", ließ Merz-Pharma CEO Philip Burchard verlauten. "Die Produkte von Neocutis ergänzen unser eigenes Ästhetik-Portfolio hervorragend".

Neocutis wurde 2003 als Spin-off der medizinischen Fakultät der Universität Lausanne gegründet. Die in Privatbesitz befindliche Firma entwickelt und vertreibt verschreibungspflichtige und verschreibungsfreie Präparate, darunter Anti-Aging-Produkte, Mittel gegen Pigmentstörungen sowie Sonnenschutz.

Seit Markteintritt 2009 verzeichne Neocutis jährlich hohe Zuwächse, heißt es weiter. Genauere Angaben zum Umsatz wurden nicht gemacht.

Seit dem Ende der Marktexklusivität des Demenz-Therapeutikums Memantine fokussiert Merz auf Produkte für die ästhetische Medizin. In den Ausbau dieser Sparte wurde bereits in den Vorjahren kräftig investiert.

430 Millionen Euro hatte Merz Ende 2012 eigenen Angaben zufolge in der Kasse, die für geeignete Unternehmens- oder Produktübernahmen ausgegeben werden könnten.

Im April dieses Jahres bot Merz 300 Millionen Euro für die kalifornische Obagi Medical Products, gab sich jedoch einer höheren Offerte des kanadischen Wettbewerbers Valeant geschlagen und verzichtete auf ein Bieterduell.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (10489)
Krankheiten
Demenz (2943)
Personen
Philip Burchard (7)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »