Ärzte Zeitung, 31.01.2014

Rekordjahr

Roche legt zweistellig zu

Kontinuität bei Roche: Seit Jahren fährt das forschende Pharma- und Diagnostikaunternehmen Renditen am oberen Limit der Branche ein. - 2013 war für die Schweizer ein Rekordjahr.

Von Christoph Winnat

produktion-roche-A.jpg

Avastin-Produktion bei Roche in Basel.

© Roche

BASEL. Roche präsentiert sich in Bestform: 2013 konnte der schweizer Antikörper-Spezialist die Nettoverschuldung um fast vier Milliarden Franken (3,3 Milliarden Euro) drücken und trotzdem nach Steuern noch zweistellig zulegen.

6,7 Milliarden Franken schuldete Roche Ende Dezember den Banken - hauptsächlich wegen der Komplettübernahme des US-Biotechunternehmens Genentech 2009. Zu der starken Performance im abgelaufenen Geschäftsjahr hätte vor allem die Nachfrage nach Krebsmedikamenten in den USA sowie in Schwellenländern beigetragen, heißt es.

Geringere Restrukturierungskosten taten ein Übriges. Aus 46,8 Milliarden Franken Umsatz (+3,0 Prozent) resultierten 11,4 Milliarden Franken Konzernüberschuss (+18 Prozent). Zu konstanten Wechselkursen hätte der Zuwachs sogar 22 Prozent betragen.

Die Aktionäre sollen zum 27. Mal in Folge eine höhere Dividende erhalten. Der Vorschlag lautet plus sechs Prozent. Das wären 7,80 Franken je Aktie und 7,35 Franken für den Genussschein.

Acht Blockbuster hat Roche mittlerweile im Portfolio, einen mehr als 2012. Neuling in der Riege der Mega-Seller ist das Antirheumatikum Actemra®/RoActemra® (Tocilizumab), mit dem etwas mehr als eine Milliarde Franken erwirtschaftet wurden (+30 Prozent).

Schnelle Innovationen

Doch auch die etablierten Blockbuster konnten ordentliche Zuwächse verbuchen. So etwa das größte Konzernprodukt MabThera®/Rituxan® (Rituximab ) um sechs Prozent auf annähernd sieben Milliarden Franken oder Avastin® (Bevacizumab) um 13 Prozent auf 6,3 Milliarden Franken.

Federn lassen musste unter den Top-Produkten nur Pegasys® (Peg-Interferon), dessen Verkäufe um 19 Prozent auf 1,3 Milliarden Franken einbrachen. Zur Erklärung heißt es, besonders in den USA und Europa würden die Ärzte jetzt die Markteinführung interferonfreier MS-Therapien abwarten.

Ebenfalls bemerkenswert ist die schnelle Marktdurchdringung jüngster Innovationen. Beispielsweise konnte Perjeta® (Pertuzumab) im vorigen Jahr bereits 326 Millionen Franken erlösen. Das Mittel zur neoadjuvanten und Erstlinienbehandlung von HER2-positivem Brustkrebs wurde erst im Sommer 2012 in den USA und im März 2013 in Europa zugelassen.

Das noch jüngeren Datums in den Markt gebrachte Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Kadcyla® setzte bereits 234 Millionen Franken um. Die Kombination Trastuzumab plus Chemotherapeutikum wurde im Februar vorigen Jahres von der US-Behörde FDA und im November von der EU-Kommission freigegeben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »