Ärzte Zeitung, 15.09.2015

Wirkstoffsuche

Kooperation bei Forschung mit Stammzellen

BONN/STRASSBURG. Das Institut für Rekonstruktive Neurobiologie der Universität Bonn und das universitätsnahe Translationsunternehmen Life & Brain haben nun nach eigenen Angaben mit dem in Straßburg ansässigen Unternehmen Ksilink eine Allianz geschmiedet, um mittels neuer Technologie potenzielle Wirkstoffkandidaten zur Behandlung von neurodegenerativen Krankheiten direkt an künstlich hergestellten menschlichen Gehirnzellen zu testen. Verträge für eine erste Projektphase bis 2017 seien vor Kurzem unterzeichnet worden.

Aktuelle Entwicklungen in der Stammzellforschung eröffneten neue Perspektiven für die Wirkstoffforschung und Medikamentenentwicklung. Mit dem Verfahren der Zellreprogrammierung ließen sich aus einer kleinen Blutprobe induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) herstellen.

Im Labor können daraus künstlich Gehirn-, Herzmuskelzellen und viele andere Zelltypen erzeugt werden, um daran potenzielle Wirkstoffe zu testen. Ksilink werde als Public-Private Partnership unter anderem vom französischen Staat und dem Gesundheitsunternehmen Sanofi gefördert. (maw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

KBV und Psychotherapeuten kritisieren Honorarbeschluss

BERLIN. Der erweiterte Bewertungsausschuss hat am Mittwochnachmittag gegen die Stimmen der KBV einen Beschluss zur Vergütung der neuen psychotherapeutischen Leistungen gefasst. mehr »