Ärzte Zeitung, 17.02.2016

Unternehmen

Baxalta legt erste und letzte Bilanz vor

DUBLIN/DEERFIELD. Der Blutproduktehersteller Baxalta präsentiert sich vor der Übernahme durch Shire noch einmal in expansiver Verfassung: Im Geschäftsjahr 2015, dem ersten und letzten Jahr als eigenständigem Unternehmen, stiegen die Einnahmen um drei Prozent auf 6,1 Milliarden Dollar (5,4 Milliarden Euro). Wechselkurseffekte herausgerechnet, hätte der Zuwachs elf Prozent betragen.

Baxalta vermarktet Immunglobuline, Gerinnungsfaktoren für Bluter und erzielt erste Umsätze mit dem von Sigma-Tau erworbenen Leukämie-Arzneimittel Pegaspargase. Seit Juli 2015 ist die Ausgründung des US-Healthcarekonzerns Baxter börsennotiert.

Seit Beginn dieses Jahres steht jedoch fest, dass Baxalta mit dem irischen Pharmahersteller Shire fusionieren wird. Mit dem Abschluss dieser Transaktion wird zur Jahresmitte gerechnet. Daher verzichtet das Baxalta-Management jetzt auch auf eine Prognose für die Geschäftsentwicklung 2016.

Die Ertragskraft wurde 2015 von den Kosten für den Börsengang aber auch deutlich höheren F&E-Aufwendungen - die Quote stieg von knapp 14 Prozent auf 19 Prozent des Umsatzes - belastet.

Ausweislich seiner am Dienstag veröffentlichten Pro Forma Bilanz 2015 verdiente Baxalta nach Steuern rund 956 Millionen Dollar. Das entspricht einem Rückgang um 45 Prozent. (cw)

Topics
Schlagworte
Unternehmen (10221)
Krankheiten
Leukämie (906)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Saufen und Abstinenz fördern anscheinend Prostatakrebs

Ein Glas Wein tut der Gesundheit wohl gut. Aber: Viel- und Nichttrinker bekommen eher Tumore. Wie kommt dieser Widerspruch zustande? mehr »

Zwischen Schnittwunden und Schnapsleichen

Während Millionen Besucher das 183. Oktoberfest feiern, sichert das Rote Kreuz hinter den Kulissen die medizinische Versorgung. In seiner Notfallambulanz sind bis zu elf Notärzte und 130 Sanitäter im Einsatz. mehr »

Mehr Honorar durch Selbstanalyse

Honorarspielräume gibt es auch im EBM - allerdings nur dann, wenn Ärzte einige wichtige Regeln befolgen, sagt ein Abrechnungsexperte. mehr »