Ärzte Zeitung, 05.04.2016

Innovationszugang

GSK verzichtet auf Patente

NEW YORK. Anlässlich einer Konferenz des UN High Level Panels on Access to Medicines hat Panel-Mitglied Andrew Witty, CEO von GlaxoSmithKline, eine Erweiterung der Bemühungen des Konzerns angekündigt, armen Ländern besseren Zugang zu Pharmainnovationen zu ermöglichen.

Unter anderem wolle GSK darauf verzichten, Patente für seine Produkte in unterentwickelten und Ländern mit geringem Pro-Kopf-Einkommen anzumelden, so dass dort jederzeit generische Versionen in den Markt kommen können.

In Ländern mit einem niedrigen mittleren Pro-Kopf-Einkommen wolle man Patente anmelden, Generikafirmen aber gegen eine geringe Gebühr Lizenzen zur Nachahmerproduktion überlassen.

Das betreffe wenigstens alle GSK-Präparate, die in der WHO-Liste essenzieller Medikamente geführt werden. Auch das künftige Onkologieportfolio - GSK arbeitet an Immuntherapeutika und epigenetischen Ansätzen gegen Krebs - soll laut Witty unterentwickelten Ländern zugänglich gemacht werden. (cw)

Topics
Schlagworte
Unternehmen (10923)
Organisationen
GlaxoSmithKline (1117)
WHO (3061)
Krankheiten
Krebs (5075)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »