Ärzte Zeitung, 01.03.2010

Hausarzt darf nicht auch als Chirurg operieren

KASSEL (mwo). Von der Trennung zwischen haus- und fachärztlicher Versorgung darf auch unter dem Gesichtspunkt der Sicherstellung nicht abgewichen werden. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) bekräftigt. Mit einem Urteil wies es die Klage eines Hausarztes in Hessen ab, der auch chirurgische Leistungen abrechnen wollte.

Der Arzt hatte sich für die hausärztliche Versorgung entschieden, ist aber zugleich auch Facharzt für Chirurgie. 1984 hatte die KV ihm genehmigt, ambulante und belegärztliche Operationen als Chirurg abzurechnen; 2005 lehnte die KV aber eine weitere Genehmigung ab.

Zu Recht, wie das BSG entschied. "Der begehrten Abrechnungsgenehmigung steht die gesetzlich vorgegebene und verfassungsmäßige Gliederung der vertragsärztlichen Versorgung entgegen", heißt es in dem Urteil. Eine gleichzeitige Teilnahme an der haus- und fachärztlichen Versorgung sei danach, außer in gesetzlich normierten Ausnahmen, nicht vorgesehen.

Az.: B 6 KA 22/08 R

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromiss im Tauschhandel?

18:31 Kaum verkündet, war der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Doch jetzt soll der Koalitionsausschuss eine Einigung bringen. Offenbar bahnt sich ein Handel zwischen CDU und SPD an. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »