Ärzte Zeitung, 15.01.2016

Ernährung

App zeigt Schwangeren, was geht - und was nicht

Sorgenfrei ernähren in der Schwangerschaft - mit der App "Schwangerschaft Lebensmittelampel" soll das möglich werden.

FRANKFURT/MAIN. Welchen Käse darf ich noch essen? Und welche Lebensmittel sollte ich vorerst von meiner Einkaufsliste streichen? Sobald eine Frau zum ersten Mal schwanger ist, gehen ihr solche Gedanken durch den Kopf. Hinzu kommen unzählige Ernährungsratschläge von Mitmenschen, die noch mehr verunsichern.

Oder es wird einem erzählt, wie übertrieben das alles sei, denn die Franzosen essen doch auch weiter ihren Käse und trinken sogar Wein. Die App "Schwangerschaft Lebensmittelampel" soll hier den Frauen etwas von der Verunsicherung nehmen und zeigt, was werdende Mütter essen dürfen und was nicht.

Denn die richtige Ernährung spielt für Schwangere von Anfang an eine große Rolle. Die Frau ist nicht mehr nur für sich verantwortlich, sondern auch für das ungeborene Kind. Die mobile Anwendung soll die Orientierung bei der richtigen Lebensmittelwahl so einfach wie möglich machen.

Lebensmittelliste von A bis Z

In einem Theorieteil informiert die App über die häufigsten lebensmittelbedingten Krankheiten oder Infektionen in der Schwangerschaft, wie Toxoplasmose, Listeriose und Salmonellen. Außerdem gibt die Anwendung auf dem Smartphone Tipps zur richtigen Kühlung von Lebensmitteln und zu dem Thema Küchenhygiene.

Nach Lebensmitteln gesucht werden kann in einer Liste von A bis Z, aber auch nach Stichwort oder in einer detaillierten Filtersuche. Die App selektiert 1000 Lebensmittel nach Risiko und lässt die Bewertung von Nahrungsmitteln als riskant oder unbedenklich auf einen Blick zu. Das funktioniert nach vertrautem Ampel-Farbsystem (rot, orange und grün).

Grün heißt, dass das Lebensmittel in der Regel bedenkenlos gegessen werden kann. Orange bedeutet, dass der sichere Verzehr dieses Nahrungsmittels von verschiedenen Faktoren abhängt, wie etwa dem Stadium der Schwangerschaft, der Art der Zubereitung oder der Menge. Rot heißt: Unbedingt meiden.

Einfach auf den Einkaufszettel

Nutzer können auch direkt nach unbedenklichen Lebensmitteln filtern und diese dann durch antippen auf einen persönlich integrierten Einkaufszettel setzten.

Mit der App sollen die Nutzerinnen auch sofort erkennen, welche Fischsorten am wenigsten quecksilberbelastet sind - und was sie beim nächsten Geschäftsessen sorgenfrei essen können. Dabei verzichtet die App auf lange Texte und bietet eine strukturierte Wissensaufbereitung und dient damit als ein praktisches Nachschlagewerk.

"Schwangerschaft Lebensmittelampel" ist kostenlos über den Google Playstore und den Apple App-Store zu beziehen. Eine Pro-Version bietet eine zusätzliche Kategorie (Speisen) mit weiteren 100 Lebensmitteln zum Preis von 0,99 Euro. (mn)

Mehr Infos und Download-Link unter: http://kigorosa.com

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