Ärzte Zeitung, 12.10.2010

Der Tipp

Bei Wildunfällen Spuren sichern!

KÖLN (lks). Jeder, der in einen Wildunfall verwickelt wird, sollten die Spuren am Wagen fotografieren. Denn die Kaskoversicherung zahlt nur, wenn der Fahrer den Zusammenstoß nachweisen kann.

"Spurensicherung ist besonders wichtig, wenn das Wild nur verletzt wird und ins Unterholz flüchtet", sagt Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Ohne ein totes Tier fehlt ein Beweis für den Unfall.

In jedem Fall solle der Fahrer anhalten und die Polizei informieren. Weicht er dem Tier aus und fährt gegen einen Baum, bekommt er nicht immer den vollen Schaden ersetzt. "Viele Policen greifen in solchen Fällen nur dann, wenn es sich um größeres Wild wie ein Reh handelt", sagt Weidenbach.

Eine klassische Teilkaskoversicherung kommt nur für Unfälle mit so genanntem Haarwild auf. "Dazu zählt vom Kaninchen bis zum Rothirsch alles Wild, das Fell hat", so Weidenbach. Der Versicherer zahlt auch dann, wenn das Tier beim Zusammenstoß bereits tot auf der Straße gelegen hat. Unfälle mit anderem Wild wie Fasanen sind nicht versichert.

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