Ärzte Zeitung, 09.11.2010

Guterachterkosten mit versichern!

KÖLN (akr). Beim Abschluss einer Wohngebäudeversicherung bringt es Vorteile, die Deckung von Gutachterkosten im Schadenfall mit zu vereinbaren. "Der Prämienaufschlag ist gering, die Kosten im Schadenfall sind aber hoch", sagt der Jurist Dr. Jens Tietgens von der Arbeitsgemeinschaft Versicherungsrecht im Deutschen Anwaltsverein. Die Deckung kann auch nachträglich in bestehende Policen aufgenommen werden.

Sind sich Versicherer und Kunde über die Schadenregulierung uneinig oder geht es um hohe Summen, erscheint es beiden Seiten oft sinnvoll, einen Gutachter einzuschalten. Das ist aber sehr teuer. Bei einer privat genutzten Immobilie kommen nach einem Brand oder einem großen Wasserschaden schnell Gutachterkosten in Höhe von einigen 1000 Euro zusammen, berichtet Tietgens. "Die zahlt die Rechtsschutzversicherung nicht."

Übrigens: Viele Anbieter von Wohngebäudeversicherungen schreiben rote Zahlen und kündigen, wenn Schäden kurz nacheinander auftreten. Passiert das, sollten Ärzte auf jeden Fall das Gespräch mit dem Versicherer suchen und zum Beispiel eine höhere Eigenbeteiligung anbieten. Denn kündigt die Gesellschaft, ist es für Kunden sehr schwer, überhaupt einen neuen Versicherer zu finden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »