Ärzte Zeitung online, 05.12.2011

PKV: Nichtzahler kosten eine halbe Milliarde

BERLIN (dpa). Säumige Beitragszahler werden für die privaten Krankenversicherungen zunehmend zum Problem.

Ende Juni dieses Jahres zählten die gut 40 privaten Krankenversicherer 142.800 Kunden, die mindestens drei Monate ihre Beiträge nicht zahlten, berichtet das "Handelsblatt".

In der Summe hätten sie bis dahin einen Verlust von 500 Millionen Euro verursacht, sagte ein Sprecher des Verbandes der privaten Krankenversicherung dem Blatt.

Der Branchenführer Debeka geht nach dem Bericht aktuell bereits von 554 Millionen Euro Schaden aus.

Nichtzahler sind in der privaten Krankenversicherung erst ein Problem, seit 2009 die Versicherungspflicht eingeführt wurde. Seitdem darf kein Kunde mehr ausgeschlossen werden, wenn er seine Prämien nicht zahlt.

Für die Verluste müssen andere Kunden aufkommen, die in diesen Tagen teils starke Beitragserhöhungen erhalten.

Lesen Sie dazu auch:
PKV will Spezialtarif für Nichtzahler

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »