Ärzte Zeitung online, 27.07.2012

PKV

Universa auf dem Höhenflug

Deutschlands ältester privater Krankenversicherer hat im vergangenen Jahr bei Umsatz und Policen zugelegt. Der Gewinn nach Steuern liegt bei 63,4 Millionen Euro - geholfen hat ein neuer Tarif.

Universa auf dem Höhenflug

Mehr Beiträge eingenommen: Universa.

© Steinach / imago

NÜRNBERG (iss). Die Universa Krankenversicherung hat im vergangenen Jahr sowohl bei den Beitragseinnahmen als auch bei der Zahl der Vollversicherten leicht zugelegt.

Der älteste private Krankenversicherer in Deutschland verzeichnete 2011 Beitragseinnahmen in Höhe von 505,5 Millionen Euro, das war eine Steigerung um 2,8 Prozent.

Bei den Vollversicherten registrierte das Nürnberger Unternehmen einen Anstieg um 0,9 Prozent auf 143.288. Bei der Zusatzversicherung legten insbesondere Pflege- und Zahnpolicen zu.

Erfolgreich war die Universa mit dem Verkauf eines Beitragsentlastungstarifs, von dem sie in der zweiten Jahreshälfte 5500 absetzte.

Über 100 Millionen Euro Ertrag

Mit einem solchen Tarif können Versicherte mit einem Zuschlag zur laufenden Prämienzahlung die Beiträge im Alter deutlich senken. Die Policen sind steuerlich gefördert, werden von Verbraucherschützern aber kritisch gesehen.

Die Versicherungsleistungen der Universa stiegen 2011 nur leicht um 2,1 Prozent auf 259,4 Millionen Euro.

Der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit hatte im vergangenen Jahr eine Verwaltungskostenquote von 3,0 Prozent und eine Abschlusskostenquote von 9,0 Prozent.

Mit den Kapitalanlagen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro erwirtschaftete die Universa Erträge von 117,8 Millionen Euro. Die Nettoverzinsung reduzierte sich von 4,2 Prozent auf 3,8 Prozent.

Der Krankenversicherer erzielte einen Gewinn nach Steuern von 63,4 Millionen Euro, nach 59,9 Millionen Euro 2010.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »