Ärzte Zeitung online, 21.11.2013

Haftpflicht

CDU-Frauen wollen Hebammen entlasten

Die Prämien für die Berufshaftpflichtversicherung von Hebammen steigen und steigen und steigen. Dem soll die neue Regierung entgegen wirken, fordert die Frauen Union der CDU.

WIESBADEN. In ihrem Kampf gegen die hohen Beiträge zur Berufshaftpflicht haben die Hebammen Verbündete gefunden: Auf ihrem Deutschlandtag forderte die Frauen Union der CDU die künftige Bundesregierung auf, dieses Problem vorrangig zu regeln.

Die von den Delegierten in Wiesbaden einstimmig verabschiedete Resolution war vom saarländischen Landesverband eingebracht worden. Deren Vorsitzende Anja Wagner-Scheid verwies darauf, dass die Prämien für die Mitglieder des Bundes freiberuflicher Hebammen im Juli um zehn Prozent auf 4480 Euro pro Jahr gestiegen seien.

Immer mehr Hebammen stiegen deshalb aus der Geburtshilfe aus, die wohnortnahe Versorgung der Schwangeren werde künftig immer schwieriger.

Als mögliche Lösungen nannte Wagner-Scheid einen nach Geburtenzahl gestaffelten Haftpflichtbeitrag, die Übernahme eines Teils der Prämie durch einen Fonds und einen Tarif für ein Beleghebammenteam statt mehrerer Einzelverträge. Auf jeden Fall sei eine baldige und tragfähige Lösung nötig, so Wagner-Scheid. (kud)

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