Ärzte Zeitung, 12.11.2014

Versicherungswechsel

Erst mal Ruhe bewahren!

Von Anna Gentrup

Jetzt wechseln! Stichtag am 30. November! Fleißig schüren Kfz-Versicherer derzeit das Wechselfieber. Wer 2015 zu einem anderen Versicherer möchte, muss bis zum Monatsende einen neuen Vertrag geschlossen und den alten gekündigt haben.

Keinesfalls sollten sich Autobesitzer von der ablaufenden Frist drängen lassen. Das Schlussverkaufs-Ritual gehört bei den Versicherern zum Geschäft: In jedem Jahr zur gleichen Zeit versuchen sie, ihren Konkurrenten die Kunden abzujagen.

Der Trend in diesem Jahr: Policen mit Werkstattbindung. Sie kosten weniger, weil der Versicherer Werkstätten beauftragt, mit denen er günstige Konditionen ausgehandelt hat. Von den Policen sollten Halter geleaster oder kreditfinanzierter Autos die Finger lassen, sonst riskieren sie die Kündigung des Finanzierungsvertrags.

Bis zu 850 Euro pro Jahr sollen Autobesitzer durch einen Wechsel sparen können. So viel Sparpotenzial bieten meist nur sehr alte Verträge.

Statt dem Schnäppchenwahn zu verfallen, gilt es, Angebote zu vergleichen. Wer nur auf den Preis achtet, steht nach einem Wechsel vielleicht schlechter da. Fehlen dem günstigsten Tarif wichtige Leistungen, muss der Versicherte bei Schäden tief ins eigene Portemonnaie greifen.

Anna Gentrup ist Wirtschaftsjournalistin in Köln.

Topics
Schlagworte
Versicherungen (963)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »