Ärzte Zeitung, 09.12.2015

Versicherungstipp

Reisepolice nicht immer nötig

KÖLN. Beim Buchen einer Reise im Internet sollten sich Kunden nicht zum Abschluss einer Reiseversicherung drängen lassen.

Das Landgericht Leipzig hat in einer aktuellen Entscheidung dem Unternehmen Unister Travel Retail, das die Internetseite fluege.de betreibt, ein solches Vorgehen untersagt (Az.: 5 O 911/15).

Darauf macht der Rechtsschutzversicherer Arag aufmerksam. Wenn Kunden auf der Seite einen Flug buchen wollten, wurden sie unter anderem gefragt, ob sie eine Reisepolice haben wollen.

Nach dem Klick auf "nein" erschien die Warnung, dass dies nicht empfehlenswert sei. Die Richter stuften den Hinweis des Unternehmens "Volles Risiko ohne Reiseschutz" als irreführend ein.

Er suggeriere, dass die Kunden im Schadensfall alle Kosten selbst tragen müssten. In dem beklagten Fall ging es um einen Flug von Frankfurt am Main nach Berlin.

Den Rücktransport zahle die gesetzliche Krankenkasse und in der Regel auch die private Krankenversicherung, für den Verlust oder die Beschädigung von Gepäckstücken hafteten die Fluggesellschaften, so das Gericht. (iss)

Topics
Schlagworte
Versicherungen (1027)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »