Ärzte Zeitung, 02.12.2016

Berufskrankheiten

DGUV gegen Unterlassungszwang

BERLIN. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) fordert die Weiterentwicklung des Berufskrankheitenrechts. In ihrem am Donnerstag vorgelegten Weißbuch schlägt sie unter anderem vor, den Unterlassungszwang abzuschaffen.

Neun von derzeit 77 Berufskrankheiten würden nur anerkannt, wenn die Betroffenen so schwer erkrankt sind, dass sie die ursächlichen Tätigkeiten aufgeben müssten.

Könne eine Pflegekraft mit einer schweren Wirbelsäulenerkrankung dank Präventionsmaßnahmen ihren Job weiter ausüben, könnte ihre Erkrankung nicht als Berufskrankheit anerkannt werden. Dafür müsste sie nach geltendem Recht den Job aufgeben. Das sei auch nicht im Sinne des Arbeitgebers. (maw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Jo-Jo-Effekt ist riskant fürs Herz

Gewichtsschwankungen sind vermutlich schädlich fürs Herz. Darauf deuten die Ergebnisse einer großen Studie mit KHK-Patienten hin. mehr »

Cannabis als Lifestyle-Produkt?

Ein neues Magazin widmet sich gezielt einem Trend-Thema: Cannabis. Mitte Mai soll es in den Handel kommen. Präsentiert werden auch Rezepte, etwa für Smoothies. mehr »

Haus- oder fachärztlicher Patient? Diese Diskussion ist toxisch!

Der neue KBV-Vorstand will den Konflikt zwischen Haus- und Fachärzten überwinden. Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" wird klar, welche Forderungen die Vertragsärzte an die Politik haben. mehr »