Ärzte Zeitung, 02.12.2016

Berufskrankheiten

DGUV gegen Unterlassungszwang

BERLIN. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) fordert die Weiterentwicklung des Berufskrankheitenrechts. In ihrem am Donnerstag vorgelegten Weißbuch schlägt sie unter anderem vor, den Unterlassungszwang abzuschaffen.

Neun von derzeit 77 Berufskrankheiten würden nur anerkannt, wenn die Betroffenen so schwer erkrankt sind, dass sie die ursächlichen Tätigkeiten aufgeben müssten.

Könne eine Pflegekraft mit einer schweren Wirbelsäulenerkrankung dank Präventionsmaßnahmen ihren Job weiter ausüben, könnte ihre Erkrankung nicht als Berufskrankheit anerkannt werden. Dafür müsste sie nach geltendem Recht den Job aufgeben. Das sei auch nicht im Sinne des Arbeitgebers. (maw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Jeder neunte Euro geht an die Gesundheit

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland steigen weiter. Im Jahr 2015 betrugen sie 344,2 Milliarden Euro oder 4 213 Euro je Einwohner. Auch die Prognose für 2016 liegt bereits vor. mehr »

Zahl importierter Malaria-Erkrankungen stark gestiegen

In den letzten Jahren ist die Zahl der Malaria-Erkrankungen in Deutschland deutlich gestiegen. Die unspezifische Symptomatik führt immer wieder zu potenziell lebensbedrohlichen Fehldiagnosen. mehr »

BGH befreit Durchgangsärzte von Haftung

Für die Folgen eines Fehlers bei der Diagnose und auch der Erstversorgung durch einen D-Arzt haftet nicht der Arzt, sondern die Unfallversicherung. Das hat nun der Bundesgerichtshof klargestellt. mehr »