Ärzte Zeitung, 29.06.2015

Krebsregister

Meldepflicht jetzt auch in Bremen

BREMEN. Als viertes Bundesland hat Bremen seit dem 1. Mai 2015 das Gesetz zur Krebsregisterregistrierung umgesetzt. Für alle Ärzte und Zahnärzte sowie Krankenhäuser besteht nun Meldepflicht.

Ziel des neuen Gesetzes ist es, nicht nur den Zeitpunkt der Diagnosestellung zu erheben, wie bisher, sondern darüber hinaus auch den Verlauf der Versorgung zu dokumentieren.

"Vorher haben wir nur die Daten zum Diagnosezeitpunkt erfasst," sagte Dr. Sabine Luttmann, Leiterin des Bremer Krebsregisters der "Ärzte Zeitung".

"Jetzt erfassen wir auch Daten zur Therapie und zum Verlauf der Krebserkrankung. Damit soll ein Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsqualität von Krebspatienten geleistet werden." Der zu meldende Datensatz ist bundeseinheitlich festgelegt.

In Bremen wird das klinische Krebsregister gemeinsam mit dem epidemiologischen Register, das bereits seit 1998 Krebsneuerkrankungen registriert, geführt. Finanziert wird das neue Register von den Krankenversicherungsträgern und dem Bremer Senator für Gesundheit.

"Die Aufteilung in eine Vertrauensstelle und eine Auswertungsstelle wird beibehalten, ebenso deren Trägerschaft, nämlich die Kassenärztliche Vereinigung Bremen, beziehungsweise das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS)", teilte die KV Bremen mit.

Auch die Vergütung ist bundeseinheitlich: 18 Euro für die Meldung einer Diagnosestellung, acht Euro für die weiteren Krankheitsdaten, fünf Euro für die Therapie- und Abschlussdaten und vier Euro für den histologischen, labortechnischen oder zytologischen Befund. (cben)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »