Ärzte Zeitung, 03.02.2016

Vertrag mit Kassen

Mehr Geld für Sachsens Notarztdienste

DRESDEN. Die gesetzlichen Krankenkassen und die Arbeitsgemeinschaft Sächsischer Notärzte haben eine höhere Vergütung der Notarztdienste in Sachsen vereinbart. Wie die Beteiligten mitteilten, zahlen die Kassen für die Notdienste in diesem Jahr rund 23 Millionen Euro.

Den Angaben zufolge ist dies eine Steigerung um 6,3 Prozent gegenüber 2015.

In Sachsen haben die Krankenkassen den Sicherstellungsauftrag für die notärztliche Versorgung inne. Im Freistaat sind derzeit mehr als 2000 Notärzte regelmäßig im Einsatz.

Ziel der neuen Vereinbarung war laut vdek, die Tagesschichten für Notärzte attraktiver zu machen. Es sei nämlich in letzter Zeit schwierig geworden, alle Dienste am Tag zu besetzen, hieß es. Deshalb sei die Bezahlung der Tages- und Nachtdienste "einander angenähert" worden.

2015 wurden in Sachsen fast 55 000 Schichten von Notärzten besetzt. Den Angaben zufolge waren damit rund 98 Prozent abgedeckt. "Notarztschichten müssen lückenlos besetzt sein", betonte die sächsische vdek-Leiterin Silke Heinke.

 Gemeinsam im Dialog mit den Ärzten arbeiteten die Kassen daran, die Zahl der unbesetzten Dienste "weiter gen Null zu bringen".

Sven Spenke, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Sächsischer Notärzte machte allerdings auf noch bleibende Probleme aufmerksam. Der Notarztdienst müsse gegenwärtig zu oft "unzureichenden Vorhaltungen" bei anderen medizinischen Notfallsystemen ausgleichen, sagte Spenke.

Diese sollten dringend neu organisiert werden. Auch seien Kommunen und Krankenhäuser in der Pflicht, die Rahmenbedingungen für Notärzte zu verbessern. (lup)

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