FAQ zur TI

"Keine Probleme mit der Kompatibilität"

Der Konnektor von der CGM, die Praxissoftware nicht? Das passt zusammen! So lautet die Antwort auf eine der Fragen von Ärzten zum Anschluss an die Telematikinfrastruktur. Lesen Sie mehr Antworten im 2. Teil unserer kleinen Serie zur TI.

Veröffentlicht:

Frage: Ich habe seit drei Jahren nichts mehr an meiner Praxis-EDV gemacht. Wenn ich jetzt den Anschluss an die TI haben will: Muss ich dann mit weiteren Investitionen in Hard- oder Software rechnen?

Antwort: Diese Fragen sind mit dem zuständigen Vertriebs- und Servicepartner im TI-ready-Check zu klären. Dabei werden alle notwendigen Praxisgegebenheiten detailliert vor Ort geprüft und Handlungsempfehlungen erarbeitet. Der Check beinhaltet: Umfassende Bestandsaufnahme zu Netzwerkstrukturen und -ressourcen, Zustand von Servern und Arbeitsplätzen, Überprüfung von Hardware-Firewall/Router, WLAN-Umgebung und Erfassung weiterer Online-Dienste, dazu umfassende Bestandsaufnahme der Voraussetzungen für die Installation und Anbindung der TI-Komponenten: aktueller Internetprovider und Internet-Performance-Check, Praxiskarte SMC-B, Online- fähigkeit der Kartenlesegeräte und der Standort des Konnektors.

Was ist, bei Hausbesuchen, wenn eine Karte nicht lesbar ist, die Patienten aber sofort ein Medikament haben müssen (Herpes Zoster, Pneumonie, starke Schmerzen)?

Für Hausbesuche gibt es wie bisher die Möglichkeit des Einsatzes mobiler Kartenlesegeräte. Wenn Karten nicht lesbar sind, verhält sich das wie bisher. Sie wenden dann das Ersatzverfahren an.

Ich arbeite mit einem Programm einer Firma, die nicht zur CompuGroup gehört. Kann ich dennoch den Konnektor und die anderen Komponenten bestellen, oder gibt es Kompatibilitätsprobleme?

Nein, es wird keine Kompatibilitätsprobleme geben. Das Primärsystem muss allerdings über eine zugelassene TI-Schnittstelle verfügen. Die Schnittstelle selbst muss zum Zeitpunkt der Installation der TI-Komponenten in der Praxis installiert und dokumentiert vorliegen. Dann können die Komponenten problemlos genutzt werden. Wichtig zu wissen ist, dass die TI-Integrationsschnittstelle, die für CGM-Kunden im Paket inkludiert ist, bei Anwendern eines anderen Arztinformationssystems gegebenenfalls nochmals Zusatzkosten verursachen kann. Non-CGM-Praxen können auf der Website der gematik nachschauen, ob ihr System bereits zugelassen ist. Sollte daraus nicht ersichtlich werden, ob das vorhandene Primärsystem (Praxis-EDV) eine TI-Anbindung besitzt, sollte der Anbieter angesprochen werden, damit diese Schnittstelle geschaffen wird und erworben werden kann. Ohne Schnittstelle kann der von CGM zertifizierte Techniker die Anbindung der Komponenten in der Praxis nicht abschließend vornehmen.

Ich nutze bereits einen elektronischen Arztausweis von medisign, vor allem für die Labordatenkommunikation. Da das gut funktioniert, würde ich gerne auch die Praxiskarte (SMC-B) des Unternehmens verwenden und mich erst anschließen, wenn diese vorliegt. Ist eine solche Kombination mit dem Konnektor, der bisher zugelassen ist, vereinbar? Müsste ich dann getrennt bestellen, oder könnte der Techniker das für mich besorgen?

medisign ist noch kein zugelassenes Unternehmen zur Ausgabe der SMC-B, und daher sind hier keine Praxis-Ausweiskarten bestellbar. Es steht ihnen natürlich frei, hierauf zu warten. Der Erwerb ist durch den Praxisinhaber in Eigenregie durchzuführen. Der Hersteller der SMC-B ist für den Leistungsumfang des zugelassenen Konnektors KoCoBox MED+ nicht ausschlaggebend. (Auswahl Fragen: ger)

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