Anzeige

Vitamin-C-Infusion

Nur parenterale Gabe erzielt hohe Plasmakonzentrationen an Vitamin C

Die enterale Aufnahme von Vitamin C ist begrenzt. Die Einnahme von 1 g Vitamin C pro Tag führt bei Gesunden zur Sättigung des Plasmas. Die parenterale Vitamin-C-Gabe als Kurzzeit-Infusion erzielt wesentlich höhere Plasmaspiegel.

Veröffentlicht: 01.07.2020, 04:00 Uhr

Der Mensch hat die Fähigkeit verloren, Vitamin C in der Leber aus Glukose aufzubauen (Enzymdefekt der L-Gulonolactonoxidase). Die Aufnahme aus der Nahrung erfolgt unter Energieverbrauch durch spezielle Na+-abhängige Transportmoleküle (SVCT1 und SVCT2), die vor allem im Duodenum und proximalen Jejunum lokalisiert sind und aufgrund ihrer Anzahl und Aktivität die Vitamin-C-Aufnahme limitieren (Wang, Mackenzie et al. 2000; MacDonald, Thumser et al. 2002).

Orale Aufnahme ist begrenzt

Orale Vitamin-C-Gaben von 200 mg sind optimal, da hier die Bioverfügbarkeit unter steady-state-Bedingungen bei nahezu 100 Prozent liegt. 200 mg-Gaben können mehrfach am Tag erfolgen. Bei Dosen über einem Gramm werden jedoch weniger als 50 Prozent resorbiert (Levine, Rumsey et al. 1999). Der nicht resorbierte Anteil wird von der Dickdarmflora teilweise zu organischen Säuren und CO2 abgebaut. Eine Sättigung des Plasmas erfolgt durch tägliche Einnahme von 1 g Vitamin C. Die Plasmaspiegel pendeln sich dann auf einen konstanten Spiegel von ca. 0,08 mM ein (steady-state).

Eine Zufuhr von 200 mg täglich produziert bereits eine 80-prozentige Plasmasättigung (Levine, Rumsey et al. 1999). Grund hierfür ist die renale Clearanceschwelle bei ca. 0,06 bis 0,08 mM (1 bis 1,4 mg/dl). Vitamin C geht direkt ins Primärfiltrat und nur wenn die Vitamin-C-Blutspiegel unter die Clearanceschwelle von 0,06 mM sinken, findet eine energieabhängige Wiederaufnahme von Ascorbat aus dem renalen Primärfiltrat statt. Dies bedeutet, dass die enterale Vitamin-C-Resorption, die ohnehin begrenzt ist, immer wieder durch die renale Ausscheidung quasi „überholt“ wird.

Nur parenterale Gabe erzielt hohe Plasmakonzentrationen an Vitamin C

Maximale Vitamin-C-Blutspiegel nach oraler (blau) und parenteraler (orange) Tagesdosis-Gabe.

© Pascoe Naturmedizin

Parenteral: 100 Prozent Bioverfügbarkeit

Die parenterale Applikation führt im Vergleich zur oralen, aufgrund der 100 Prozent Bioverfügbarkeit, zu wesentlich höheren Vitamin-C-Blutspiegeln. Darüber hinaus bietet sie gegenüber der oralen Applikation den Vorteil, dass sie keine Energie verbraucht und im Akutfall sehr schnell wirkt. Während die Vitamin-C-Blutspiegel nach hochdosierter oraler Einnahme eine Sättigung bei maximal 0,22 mM erfahren, können sie durch die Infusion von 7,5 g Vitamin C auf über 2 mM (40 mg/dl) ansteigen. Bei Verdoppelung der parenteral applizierten Vitamin-C-Menge auf 15 g verdoppeln sich die Blutspiegel ebenfalls.

Nur parenterale Gabe erzielt hohe Plasmakonzentrationen an Vitamin C

Alle im Text genannten Quellen und weitere wissenschaftliche Beiträge finden Sie in dieser Broschüre.

Pascorbin-Broschüre (5665 kB)

© Pascoe Naturmedizin

Diese hohen Blutspiegel sind allerdings nur eine begrenzte Zeit aufrecht zu erhalten, denn auch das parenteral zugeführte Vitamin C unterliegt der renalen Clearance. Bei Gesunden liegt die Halbwertszeit im Blut bei ca. 1,5 bis 2,5 Stunden. Deutlich erhöhte Vitamin-C-Blutspiegel bestehen für 4 (>0,45 mM) bis 8 (>0,18 mM) Stunden nach der Infusion von 7,5 g Vitamin C.

Die hohen Vitamin-C-Blutspiegel ermöglichen bei Vitamin-C-Mangelzuständen eine schnelle Bereitstellung von Vitamin C im Gewebe.






Sie möchten mehr zu den Forschungsergebnissen z. B. zur Vitamin-C-Infusionstherapie wissen? Bestellen Sie hier den Pascoe-Newsletter:

https://www.pascoe.de/fachbereich/anmeldung-fachnewsletter-aerztezeitung.html

Impressum


Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH

Schiffenberger Weg 55

35394 Gießen

Deutschland

Telefon: 0641 7960 0

Mail: info@pascoe.de


Vertretungsberechtigte Geschäftsführer: Jürgen F. Pascoe, Annette D. Pascoe


Handelsregister: Amtsgericht Gießen, HRB 3468

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE813506920


Verantwortlich gemäß § 55 RStV:

Herr Jürgen Pascoe

Schiffenberger Weg 55

35394 Gießen

Mehr zum Thema

Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
700 Millionen Euro aus eigener Tasche für Hilfsmittel

Einlagen, Hörgeräte & Co

700 Millionen Euro aus eigener Tasche für Hilfsmittel

Spahn will weiter über europäische Nutzenbewertung verhandeln

Ratspräsidentschaft

Spahn will weiter über europäische Nutzenbewertung verhandeln

Versorgungsforschung: „Unser Labor ist die Praxis“

Interview mit Ferdinand Gerlach

Versorgungsforschung: „Unser Labor ist die Praxis“

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden