Demenz

Hilfe bei der Pflege Demenzkranker

MÜNCHEN (sto). Vom Ginkgo-biloba-Spezialextrakt EGb 761 profitieren nicht nur die damit behandelten Demenz-Patienten. Auch die betreuenden Angehörigen ziehen indirekt Nutzen aus der Therapie, wie jetzt eine Studie ergeben hat.

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An der Studie zur realen Versorgungssituation von Demenz-Kranken in Deutschland haben 683 Demenz-Patienten in 133 Praxen teilgenommen, wie Privatdozent Dr. Michael Koller vom Klinikum der Universität Marburg berichtet hat. Bei etwa jedem fünften war die Diagnose eines Morbus Alzheimer gestellt worden; die übrigen hatten eine vaskuläre Demenz oder eine Demenz-Mischform. Die im Mittel 74 Jahre alten Patienten wurden mit täglich 120 mg des Ginkgo-biloba-Spezialextraktes EGb 761 (Tebonin®) behandelt oder weiter mit der bisherigen Therapie, so Koller bei einer Veranstaltung des Komitees Forschung Naturmedizin in München.

Studiendaten wurden zu Beginn, nach drei Monaten und nach einem Jahr erhoben: Bei den Patienten wurde dazu etwa der Mini-Mental-Status Tests gemacht, ein Test zur kognitiven Leistungsfähigkeit. Die Angehörigen beantworteten einen standardisierten Fragebogen zur Lebensqualität, in dem die sechs Bereiche Leistungsvermögen, Genußfähigkeit, positive und negative Stimmung, Kontaktvermögen sowie Zugehörigkeitsgefühl berücksichtigt sind. Beim Arzt wurden ferner Informationen zu Betreuungs- und Behandlungskosten erhoben (ärztliche Behandlung, Diagnostik, Arzneimittel, Besuche anderer Ärzte, Notfallbehandlungen, stationäre Aufenthalte, Pflegekosten).

Die Therapie mit dem Ginkgo-biloba-Spezialextrakt habe nicht nur die kognitive Leistungsfähigkeit der Patienten günstig beeinflußt, so Koller, sondern auch ihre Stimmung und die Fähigkeit, im Alltag zurechtzukommen. Darüber hinaus habe sich die Lebensqualität der Angehörigen in allen bewerteten Bereichen gebessert. Die Gesamtkosten der Therapie lagen pro Jahr mit EGb 761 im Mittel bei 3032 Euro, mit Placebo bei 3615 Euro. Wesentliche Einsparungen hätten sich vor allem bei den Pflegekosten und den stationären Aufenthalten ergeben, die mit Verum seltener nötig geworden seien, so Koller.

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