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Praxismanagement in der Pandemie

Videosprechstunde – Zukunftslösung auch nach COVID-19

Videosprechstunden sparen Praxen wie Patienten Zeit und sind eine praktische Schutzmaßnahme gegen eine potenzielle SARS-CoV-2-Infektion in der Praxis. Aber auch nach der Pandemie können sie zu einer effizienten Organisation und Entlastung des Praxisteams beitragen.

Veröffentlicht: 29.04.2020, 10:45 Uhr
Videosprechstunde – Zukunftslösung auch nach COVID-19

Mit der bis September kostenlosen Videosprechstunde können Praxen in der aktuellen Corona-Krise entlastet werden.

© Doctolib

Berlin. Trotz der Wucht und Schwere, mit der die COVID-19-Pandemie Deutschland trifft, entfaltet sie auch eine ungeahnte, positive Nebenwirkung – hierzulande steigt die Akzeptanz telemedizinischer Angebote wie die der Videosprechstunde rasant.

So verzeichnet der deutsch-französische Anbieter Doctolib binnen zweier Wochen nach der Einführung seines Videosprechstundentools schon Tausend Ärzte, die das Angebot wahrnehmen, die Lösung während der Pandemiezeit kostenlos zu nutzen. Mehr als 6000 Online-Konsultationen seien bereits vereinbart worden.

Wichtig für das Gesundheitssystem

Für Dr. Ilias Tsimpoulis, Geschäftsführer von Doctolib in Deutschland, haben diese Zahlen durchaus Signalwirkung. „Zu sehen, dass in so kurzer Zeit so viele Ärzte das Tool installieren und die Patienten den Service so gut annehmen, zeigt, wie wichtig dieses Angebot für das deutsche Gesundheitssystem ist“, verdeutlicht er.

Mit Blick auf die Fachdisziplinen verzeichnet Doctolib die größte Nachfrage bei Hausärzten und Internisten, aber auch bei Gynäkologen, Orthopäden sowie Dermatologen.

Akzeptanz in allen Altersklassen

Durch die KBV-seitige Anerkennung von Doctolib als zertifizierter Anbieter werden die Kosten von allen Krankenkassen voll erstattet. Einer der Anwender der Doctolib-Videosprechstunde ist Dr. Torsten Pollmann, in Dortmund niedergelassener Facharzt für Innere Medizin. Er sieht in der modernen Kommunikationslösung mehrere Vorteile für das Arzt-Patienten-Verhältnis.

„In der aktuellen Situation bietet die Videosprechstunde einen sicheren Weg, mit Patienten in Kontakt treten zu können und Ansteckungsketten zu unterbrechen. Aber auch darüber hinaus bietet das Angebot für Patienten die Möglichkeit, von zu Hause aus einfach, zeitsparend und sicher mit mir Rücksprache halten zu können. Die Videosprechstunde wird von meinen Patienten über alle Altersklassen hinweg bereits sehr gut angenommen“, verdeutlicht Pollmann.

Die Auswertungen von Doctolib zeigen, dass jeder fünfte Nutzer der Videosprechstunde auf Patientenseite zwischen 45 und 64 Jahre alt ist.

Infos im digitalen Wartezimmer

Die leicht zu installierende Doctolib-Videosprechstunde bietet Patienten im digitalen Wartezimmer die Option, im Vorfeld Befunde hochzuladen. Ärzte können während und nach der Konsultation Dokumente teilen. Dr. Daniel Miersch, in Mönchengladbach niedergelassener Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, nutzt die Funktion bereits: „Wir können viele MRT- und Röntgenbefundbesprechungen mit der Videosprechstunde machen.“

Holger Liebermann, in Bonn niedergelassener Facharzt für Allgemein- und Familienmedizin, stellt wiederum fest, dass die Videosprechstunde in seiner Praxis geholfen hat, Freiräume für das Team zu schaffen.

„Die Möglichkeit, die immer mehr Patienten nutzen, die Termine direkt online zu vereinbaren, ist natürlich eine unmittelbare Entlastung für die Rezeption. Hier greifen Kalender und Videosprechstunde ineinander. Die Videosprechstunde selbst finde ich ziemlich effektiv, insgesamt geht es tatsächlich etwas schneller als ein Patientenkontakt in der Praxis selbst“, so Liebermann.

Nach Ansicht von Geschäftsführer Tsimpoulis bietet die Videosprechstunde niedergelassenen Haus- und Fachärzten auch nach der Corona-Pandemie die Chance, Patienten einen bequemen Service zu bieten – als moderne Arztpraxis. (maw)

Doctolib-Steckbrief

  • Firmengeschichte: 2013 in Frankreich gegründet, ist Doctolib eines der führenden Unternehmen in puncto Online-Arztsuche und -Terminvereinbarung in Europa. Seit 2016 ist Doctolib mit eigener Landesgesellschaft in Berlin in Deutschland am Markt präsent.
  • Nutzerzahlen in Europa: Rund 125 000 Ärzte und 2300 Gesundheitseinrichtungen nutzen die Doctolib-Software. Die Webseiten verzeichnen 50 Millionen Patientenbesuche pro Monat.
  • Videosprechstunde: Die Doctolib-Videosprechstunde wurde im April in Deutschland eingeführt, in Frankreich – dort wird sie bereits von 31 000 Ärzten genutzt – 2019. Zusammen wurden in beiden Ländern bereits 2,5 Millionen Online-Konsultationen über das Tool abgehalten.
  • Testangebot: Doctolib bietet niedergelassenen Haus- und Fachärzten in der aktuellen Corona-Krise die bis einschließlich September kostenlose Nutzung seiner zertifizierten Videosprechstunde an.

Infos zum Testangebot für Ärzte: https://info.doctolib.de

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