Neuer Verband

Diagnostiker bringen sich in Stellung

Die großen Labore haben einen neuen Verband gegründet, um sich gesundheitspolitisch mehr Gehör zu verschaffen.

Veröffentlicht: 25.11.2014, 09:58 Uhr

BERLIN. In Berlin hat sich ein neuer Laborverband gegründet: Der Verein "Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM)".

Dem Verein gehören nach eigener Auskunft 150 medizinische Labore an, bei denen 425 Fachärzte, über 300 Naturwissenschaftler sowie weitere 16.500 Mitarbeiter tätig sind. Sämtliche Mitgliedslabore seien "nach der höchsten Qualitätsnorm für medizinische Laboratorien DIN ISO EN 15189 akkreditiert".

Dem ALM gehe es "um die Förderung und Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Patientenversorgung in Partnerschaft mit Haus- und Facharztpraxen sowie Kliniken", heißt es programmatisch. Darüber hinaus wolle man "sich proaktiv an gesundheitspolitischen Diskussionen beteiligen".

Gründungsmitglieder des Vereins sind große Laborgruppen wie Sonic Healthcare, Synlab, Amedes, LADR/Labor Kramer, das Institut für Medizinische Diagnostik Deutschland, Labor Berlin-Charité Vivantes sowie die Labdiagnostik GmbH. (www.alm-ev.de)

Unterdessen geht der Konzentrationsprozess in der Branche weiter: Synlab hat zu einem nicht genannten Preis die Interlab GmbH in München übernommen. Interlab erbringt weltweit Zentrallabor-Dienstleistungen für klinische Studien, die von Pharma- und Biotechunternehmen durchgeführt werden.

Beide Unternehmen würden wie bisher firmieren, teilte Synlab am Freitag mit. Aufgrund der bereits seit Jahren bestehenden Kooperation habe die Akquisition keine direkten Auswirkungen auf das Tagesgeschäft. (cw)