Eindrücke eines „Erstis“

Mein Start ins Abenteuer Medizinstudium

Abiturschnitt 1,1 – ein Zehntel vorbei am heiß begehrten Numerus clausus des Medizinstudiums. Aus der Traum? Nein, es klappt trotzdem: Marie Geissel ist seit Oktober Medizinstudentin. Über ihre ersten Eindrücke berichtet sie in ihrem neuen Blog bei der „Ärzte Zeitung“.

Von Marie Geissel Veröffentlicht:
Marie Geissel will Ärztin werden. Sie hat den Weg zu ihrem Traumberuf eingeschlagen.

Marie Geissel will Ärztin werden. Sie hat den Weg zu ihrem Traumberuf eingeschlagen.

© gustavofrazao / stock.adobe.com

Schade, über die Abiturjahrgangsbestenquote des bundesweiten Auswahlverfahrens bekomme ich zu diesem Wintersemester zunächst keinen Studienplatz. Aber zum Glück besteht das bundesweite Auswahlverfahren aus drei Stufen: Neben den Abiturjahrgangsbesten noch aus Wartesemester und Auswahlverfahren der Universitäten.

Und so kam dann Ende September dann doch noch eine Zusage – und zwar von der Johannes Gutenberg Universität in Mainz. Seiher bin ich „Ersti“.

Neue Stadt, Studentenwohnheim, neue Leute: ein gefühlt riesiger Sprung vom Klassenzimmer in den Hörsaal. Meine offizielle Zeit an der JGU-Mainz beginnt Anfang Oktober mit einer Einführungswoche, der sogenannten „Ersti-Woche“.

Marie Geissel

Mein Start ins Abenteuer Medizinstudium

© Geissel

Mit mir begeben sich 200 weitere neue Studenten (Human- und Zahnmediziner) in die ersten Veranstaltungen, zu denen ein Potpourri an Vorbereitungskursen in den Fächern Biologie, Physik und Chemie gehört.

Einige Kommilitonen haben ihr Abitur vor Jahren gemacht

Mit meinen 19 Jahren zähle ich zu den Küken. Ich war sehr erstaunt darüber, als ich mitbekam, wie viele Jahre das Abitur bei einigen meiner Kommilitonen schon her ist: fünf Jahre, 10 Jahre oder noch viel länger…

Egal ob Rettungsassistent, Krankenpfleger, Pharmazeutisch-technischer Assistent oder Schüler, wir haben uns nun alle in Mainz und der Umgebung angesiedelt, um einen gemeinsamen Traum zu verwirklichen.

Während der Vorklinik findet unser Unterricht hauptsächlich auf dem Campus der Johannes Gutenberg Universität statt – im ersten Semester mit Biologie, Physik und Chemie auf dem Stundenplan, aber auch medizinischer Soziologie und Psychologie sowie Terminologie. Vor allem medinische Soziologie und Psychologie, aber auch Terminologie sind hier absolutes Neuland für mich.

"Jogustine", "Ilias" und "Amboss" helfen uns im Studium

Hilfreich empfinde ich dabei die verschiedenen digitalen Kommunikationssysteme, die wir Studenten begleitend zu den Vorlesungen, Praktika, Kursen und Seminaren nutzen können. Es gibt da: „Jogustine“, ein Portal das unser komplettes Studium organisiert und in dem wir zum Beispiel auf unseren Stundenplan zurückgreifen können.

Aber auch „Ilias“, ein weiteres Portal, in welchem wir Zugriff auf die PowerPoint Präsentationen und Unterrichtsmaterialien aus den Vorlesungen haben, erleichtert uns den Alltag sehr.

Zu guter Letzt gibt es dann noch „Amboss“, die Kirsche auf dem Sahnehäubchen für uns Medizinstudenten. In diesem Portal sind alle Themen, die fürs Physikum relevant sind nach Fächern geordnet. Multiple Choice Fragen bereiten hier auf das Physikum vor. Und wenn Inhalte noch nicht ganz präsent sind, werden Stichwörter näher erklärt.

Nach all der ersten grauen Theorie, wird es nun langsam spannend: Im Januar stehen die ersten Klausuren an. Mal schauen, wie es dann weitergeht.

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