Ärzte Zeitung online, 14.10.2010
 

Ökologisch und gesund

Eine Ärztin wollte das scheinbar Unmögliche - und hat es bekommen: ein Haus zum Wohnen und Arbeiten, das umweltfreundlich und baubiologisch unbedenklich ist.

Von Benedikt Baikousis

Ökologisch und gesund

Rundum nachhaltig: Das Munnosal-Gebäude besteht aus natürlichen Baustoffen, die sich sogar recyceln lassen.

© Baufritz

Zwei Jahre hat Dr. Bernadette Gresch-Merz nach einem Gebäude gesucht, in dem sie zugleich wohnen und arbeiten kann.

Da sie keine geeignete Immobilie fand, entschloss sie sich, neu zu bauen. "Die Räume sind hell und freundlich. Die Arbeitswege sind kurz. Innen herrscht stets ein angenehmes Raumklima", kommentiert die Ärztin aus Mainz das Ergebnis.

Nur ein Ökohausbauer wagte es, den Auftrag anzunehmen Anfang 2009 ist Gresch-Merz mit ihrem Zentrum für ganzheitliche Medizin, Prävention und Homöopathieforschung in den Neubau eingezogen. Unten befinden sich die Räume für ihre Arbeit, oben die Wohnräume. Es ist ihr wichtig, Verantwortung für Gesundheit und Umwelt zu übernehmen. Daher auch der Name "Munnosal", der sich aus dem Wort Munno (neapolitanisch) für Welt und Salus (lat.) für Gesundheit zusammensetzt.

Die Ärztin wandte sich an mehrere Ökohausbauer. Doch nur Baufritz war bereit, sich auf dieses Projekt einzulassen. "Für die war es auch neu, ein Haus in dieser Größe zu planen", sagt sie.

Das Besondere: Das Haus ist so umweltfreundlich geraten, dass es die Anforderungen des Green-Building-Programms der Europäischen Kommission übererfüllt. Um die Auszeichnung zu bekommen, muss ein Gebäude strenge Nachhaltigkeits- und Energieeffizienzkriterien einhalten. Der Primärenergiebedarf muss mindestens 25 Prozent unter den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) liegen.

Die EnEV legt die Minimalstandards eines Hauses bei den Wärmeverlusten über die Gebäudehülle (Transmissionswärmeverluste) sowie dem Primärenergieverbrauch fest. "Das von uns erstellte Gebäude des Munnosal-Zentrums schafft sogar 45 Prozent - durch seine vorbildliche Naturbauweise mit Biodämmstoffen sowie die perfekt eingepassten dreifachverglasten Wärmeschutzfenster", sagt Dietmar Spitz, Marketingleiter von Baufritz.

Zum Konzept gehören außerdem eine Pelletheizung, die von einer Solarthermieanlage unterstützt wird. Wegen seines Vorbildcharakters hat die Stadt Mainz das Gebäude jetzt mit der "Grünen Hausnummer" ausgezeichnet.

www.baufritz-objektbau.de

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