Leserkommentare [20789]

[10.10.2019, 18:23:03]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Studie lachhaft - Krankenkassen haben strukturelle Milliarden-Überschüsse! 
1. Das ist keine Bertelsmann- sondern eine IGES-Prognose.

2. Offenkundig beherrscht man die Grundrechenarten nicht mehr.

3. Ein Anstiegs von 14,6 auf 16,9 bis 18,7 Prozent innerhalb von 21 Jahren bis 2040 bedeutet eine Steigerung um 0,12 bis 0,20 Prozent pro Jahr.

4. Wenn das eine desaströse Entwicklung sein soll, dürften im selben Zeitraum die Lohnsummen und die Beitragsbemessungsgrenzen nicht ansteigen.

5. Die Kassen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hatten Ende 2018 zwei Milliarden Euro und Ende 2017 drei Milliarden Überschuss.

6. Ende 2018 betrugen die Rücklagen der GKV-Kassen insgesamt 21 Milliarden Euro.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM  zum Beitrag »
[10.10.2019, 17:32:19]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Danke an Denis Nößler für den klugen Kommentar zu den GKV-Finanzen!  
Es ist m.E. Alarmismus pur, wenn die Bertelsmann-Stiftung in einer Studie den GKV-Beitragssatz im Jahr 2040 zwischen 16,9 und 18,7 Prozent verortet.

Offensichtlich ist den Studienexperten vom IGES in Berlin, die nicht mal ihre eigene Abkürzung offiziell erklären können oder wollen, entgangen, dass derzeit der Beitragssatz bei 14,6 Prozent liegt. Für 2018 hatte das Bundesgesundheitsministerium für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) einen Überschuss von zwei Milliarden Euro gemeldet, 2017 waren es drei Milliarden gewesen. Ende 2018 betrugen die Rücklagen der GKV-Kassen insgesamt 21 Milliarden Euro.

Eine Dramatik des Anstiegs von 14,6 auf 16,9 bis 18,7 Prozent innerhalb von 21 Jahren bis 2040 darlegen zu wollen, ist einfach nur schwachsinnig! Denn es bedeutet eine kaum messbare jährliche Steigerung um 0,12 bis 0,20 Prozent und würde voraussetzen, dass im selben Zeitraum die Lohnsummen und die Beitragsbemessungsgrenzen nicht mehr ansteigen bzw. die GKV-Finanzreserven nicht angetastet werden würden.

Da kann ich der Bertelmann-Stiftung und ihrem Berliner IGES-Institut nur empfehlen, sich mal auf die Grundrechenarten zu besinnen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[10.10.2019, 15:55:45]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Erneut senden ARTE/ARD "Fake News" über Cholesterin! 
Warum der deutsch-französische Sender "ARTE" diese und nächste Woche eine in der wissenschaftlichen Öffentlichkeit bereits seit 2016 heftig kritisierte Sendung "Cholesterin - der große Bluff" gleich zweimal ausstrahlt, ist und bleibt ein völlig unseriöses Unterfangen.

Die ARD schreibt zur Ausstrahlung des Beitrags am "16.10.2019 10:00 Uhr
| Cholesterin, der große Bluff | Dokumentarfilm Frankreich 2016 | arte |
Die Theorie, dass zahlreiche Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf einen hohen Cholesterinspiegel zurückzuführen sind, ist im Laufe der letzten 50 Jahre zu einem regelrechten Dogma geworden. Nur wenige forschten in eine andere Richtung und stießen dabei schnell auf große Widerstände seitens der Pharma- und Lebensmittelindustrie. Mittlerweile mehren sich allerdings medizinische Studien, die der vorherrschenden Lehrmeinung widersprechen. Der Film nimmt diese Entwicklung und ihre Hintergründe genauer unter die Lupe.

In den 50er Jahren häuften sich in den USA Herzinfarkte, Tausende erlagen der neuen Volkskrankheit. Vor diesem Hintergrund veröffentlichte Ancel Keys, Physiologe an der Universität von Minnesota, 1953 eine Grafik, die einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Konsum gesättigter Fettsäuren und der Anzahl von Todesfällen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigte. Die Ursache war schnell gefunden: Cholesterin..." (Zitat Ende)
https://programm.ard.de/TV/arte/cholesterin--der-gro-e-bluff/eid_287242170041353

In manipulativer Absicht wird ein Wissenschaftler mit seiner Ansicht vor 66 (!) Jahren vorgeführt, der angeblich unser Wissen um Cholesterin angestoßen hätte. Als Kronzeuge wird ein weltweit isolierter, wissenschaftlich total umstrittener französischer Arzt und Forscher Dr. Michel de Lorgeril vom Centre national de la recherche scientifique (CNRS)der Université Joseph-Fourier in Grenoble als Kardiologe angeführt. Dieser spekuliert über die angeblich völlig fehlenden Beteiligungen von Cholesterin bei der Entstehung von Herz- und Hirn-Infarkten.

Im Zusammenhang mit der Sendung "Cholesterin, der große Bluff" auf ARTE hat der französische Kollege als Kardiologe über die angeblich völlig fehlenden Beteiligungen von Cholesterin bei der Entstehung von Herz- und Hirn-Infarkten als Kronzeuge berichtet. Er reiht sich damit in den naiven Empirismus und vorwissenschaftlichen Naturalismus der Heilpraktiker-Szene ein. Mit ideologischem Eifer verfolgt de Lorgeril geradezu besessen seine Außenseiter-Positionen und legt eine Fülle pseudowissenschaftlicher Publikationen vor.

Er zerschlägt nach eigenen Angaben den Cholesterol-Mythos, geißelt die missbräuchliche Verschreibung von Cholesterinsenkern und setzt dagegen auf mediterrane Lebens- und Ernährungs-Interventionen, körperliche Ertüchtigung, Omega 3 Fettsäuren, Immunitäts-fördernde Ernährung und Diabetes-Prävention.

Sein Buch: "DITES À VOTRE MÉDECIN QUE LE CHOLESTÉROL EST INNOCENT, IL VOUS SOIGNERA SANS MÉDICAMENT": "Sagen Sie Ihrem Hausarzt, das Cholesterin ist unschuldig, er kümmert sich um Sie ohne Medikament" und weiter: "N'ayez pas peur du cholestérol!" - "haben Sie keine Angst vor Cholesterin!" Im Text lautet es dann: "Un médecin et chercheur français, de renommée internationale pour ses travaux sur les maladies cardiovasculaires, analyse la théorie du cholestérol et montre qu'elle ne repose pas sur des fondements scientifiques et médicaux solides." Er spricht der Cholesterin-Theorie ein solides wissenschaftliches und medizinisches Fundament ab.

"Les maladies cardiovasculaires accablent les sociétés occidentales depuis 50 ans; elles représentent aujourd’hui près de 35% des décès en France et beaucoup plus dans d’autres pays. Le cholestérol étant considéré comme le principal accusé, voilà près de 50 ans qu’on lui mène une guerre sans répit à tel point qu’aujourd’hui une terrible angoisse s’abat sur celui ou celle qui découvre qu’il a un taux de cholestérol élevé.
Or la théorie selon laquelle il vaut mieux avoir un cholestérol le plus bas possible pour éviter de mourir d’une maladie cardiovasculaire ne repose sur rien. Et Michel de Lorgeril le démontre de manière rigoureuse. «Abaisser son taux de cholestérol n’apporte aucune garantie de diminuer son risque de mourir d'une crise cardiaque ou d’avoir une meilleure espérance de vie», dit-il."

Als Quintessenz behauptet er: "Die Senkung des Cholesterin-Spiegels erbringt keine Garantie, das Sterberisiko bei einer kardialen Krise zu senken oder Hoffnung auf eine bessere Lebenserwartung zu bekommen."

Es folgen die üblichen Vorwürfe der langjährig angeblich unnötigen Anti-Cholesterin Medikamenten-Einnahmen, der Generierung von Pharmaindustrie-Profiten und der astronomischen Kosten für die Krankenversicherung: "Dans ces conditions, rien ne justifie que des millions de Français consomment à longueur d’année des médicaments anti-cholestérol. Car cette obsession du cholestérol conduit également à un problème économique: en même temps qu’elle génère des profits considérables pour l’industrie pharmaceutique, elle induit des coûts astronomiques pour l’Assurance maladie."

Gipfel der medizinisch-wissenschaftlichen Verschwörungstheorien von Dr. Michel de Lorgeril ist der Parallelvergleich zwischen infektiologischen Schutzimpfungen mit PCSK-9 Injektionen bei Patienten mit Hochrisiko-Faktoren auf seinem Blog http://michel.delorgeril.info
mit dem speziellen Thema
http://michel.delorgeril.info/cholesterol/vaccins-connections

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[10.10.2019, 15:36:09]
Rudolf Hege 
Film gesehen? 
Es ist grundsätzlich immer sinnvoll, etwas, was man kritisiert, zuerst einmal gesehen/gelesen zu haben. Ich frage mich, ob die Kritiker des Filmes ihn überhaupt gesehen haben. Vermutlich eher nicht. zum Beitrag »
[10.10.2019, 11:41:40]
Dr. Horst Grünwoldt 
Sportschmerzen 
Das körperlich-nervliche Alarmzeichen "Schmerz" zeigt ja "sinnvoller" Weise beim Sportler nur akut an, dass physisch eine "Noxe" (Schaden) aufgetreten ist. Im einfachsten Fall die Übersäuerung des Unaustrainierten in seinem Milchsäure (Laktat-) Stoffwechsel.
Nach akut schmerzhaften Sehnen- oder Muskelfaser-Verletzungen noch "Stretching"-Übungen durchzuführen, wäre ganz und gar kontra-induziert für den Heilungsprozeß.(s.a. die PECH-Regel!)
Vielfältige Dehnungsübungen n a c h dem Aufwärmen auf körperliche "Betriebstemperatur" und damit auch mentale "Wettkampfbereitschaft" hingegen, dürfte die b e s t e Verletzungs-Prävention überhaupt sein!
Weil so die Sehnen, Fascien, Gelenke und Muskeln schon mal für Schnellkraft-Aktionen "vorgespannt" werden. Gewissermaßen wie ein Flitzebogen ohne Verkrampfungen, die erst beim "Kaltstart" auftreten würden.
Die Einnahme von Schmerzmitteln vor und während des Wettkampfes sollte natürlich völlig obsolet sein, weil diese synthetischen Chemikalien ja dann akut mit dem Leistungsstoffwechsel interferieren, und auf jeden Fall körperlich schwächen müssen. Und, wie die gängigen Schmerzmittel AS-I-D, sogar Organblutungen unter physischer und Stoffwechsel-Belastung auslösen können.

Dr.med. vet. Horst Grünwoldt (früherer Leistungs-Sprinter), Rostock zum Beitrag »
[10.10.2019, 09:52:16]
Dr. Klaus Günterberg 
Die Arbeit folgt dem Geld - nicht umgekehrt 
Die Arbeit folgt dem Geld - nicht umgekehrt. Das lernt jeder Wirtschaftsstudent schon im ersten Semester.

Als ich vor 30 Jahren einen Vertrag mit den Krankenkassen schloss, mich als Vertragsarzt niederließ, da ging es um eine Vergütung meiner Arbeit für 16 Sprechstunden. Mein Honorar aus der GKV kann ich über die lange Zeit zurückverfolgen; es hat sich nicht verändert.
Vor Jahren aber hat mein Vertragspartner den Vertrag gebrochen: Er verlangte 20 Stunden Sprechzeit - bei gleicher Vergütung. Nun hat der den Vertrag wieder gebrochen, er verlangt 25 Stunden Sprechzeit. Er verspricht zwar ein zusätzliches Honorar; heruntergerechnet sind das ca. 8 (acht!) Euro pro Sprechstunde. Davon könnte ich nicht einmal meine Mitarbeiter bezahlen.

Nun fordern die Krankenkassen "flexiblere" Sprechstunden - gemeint sind weitere Sprechstunden. Für ein gleiches Honorar. Was absehbar war.
Meine Reaktion auf die geforderte Vernetzung per TI und auf mehr Sprechstunden war: Ich habe meinen Vertrag mit den Krankenkassen per 30.9.2019 gekündigt und arbeite nun nur noch privatärztlich. Einzelheiten zu meiner Entscheidung sind auf meiner Homepage nachzulesen. zum Beitrag »
[09.10.2019, 20:15:17]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Auch eine lineare Assoziation ist immer noch keine Kausalität! 
Auch die lineare Assoziation, je schwerer die Parodontitis, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer Hypertonie, ist noch lange keine Kausalität.

In "Periodontitis is associated with hypertension: a systematic review and meta-analysis" von Eva Muñoz Aguilera et al.
https://academic.oup.com/cardiovascres/article/doi/10.1093/cvr/cvz201/5572510/
wird völlig zutreffend dargelegt, dass die Hypertonie, definiert als systolischer Blutdruck gleich oder über 140 mmHg und/oder diastolische gleich oder über 90 mmHg von allen kardiovaskulären Erkrankungen die am meisten prävalente ist. Fast 45 Prozent der weltweiten Bevölkerung sind davon betroffen und der Zuwachs steigt mit zunehmendem Alter an. ["Hypertension, defined as values ≥140 mmHg systolic blood pressure (SBP) and/or ≥90 mmHg diastolic blood pressure (DBP), is the most prevalent of all cardiovascular diseases (CVDs). Almost 45% of the worldwide population is affected and the estimate increases steeping with age"].

Aber warum ausgerechnet die von schlechter Zahnhygiene verursachte Parodontitis und nicht z.B. das Rauchen, Übergewicht und Fehlernährung für die Hypertonie-Prävalenz verantwortlich sein soll, erschließt sich mir auch nach dieser Publikation nicht.

Rauchen, Übergewicht und Fehlernährung bewirken ebenfalls eine Erhöhung der Entzündungs-Parameter und -Mediatoren wie Histamin, Serotonin, Prostaglandine, Leukotriene, Bradykinin, Substanz P, Calcitonin Gene-Related Peptide, Komplementfaktoren und Zytokine.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[09.10.2019, 14:11:12]
Dr. Horst Grünwoldt 
Doktor Hirschausens Humor 
Es ist gewiß nicht immer höchstes medizinisches Wissen, dass der humorig-belehrende Fernseh-Arzt verbreitet!
Schließlich hat er den klinischen Arztberuf schon nach nur kurzer medizinischer Praxis und in jungen Jahren an den Nagel gehängt.
Dafür aber eine durchaus "psychosomatische" Nische in der öffentlichen Aufklärungs- und Unterhaltungs-Branche gefunden und sich etabliert.
Und das verdient Respekt gegenüber der sympathischen Person und seinem neuen Metier! Alleine schon, weil der unterhaltsame Herr Hirschausen über den ernsten Medizinbereich Optimismus verbreitet - und das nicht nur für reale Patienten, sondern auch für solche, die es mal werden könnten.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »
[09.10.2019, 13:52:29]
Dr. Horst Grünwoldt 
Infektionen 
Inficere (lat. hineinmachen)!
Insofern machen sich keine Bakterien oder Virus in einen warmblütigen Organismus aktiv hinein; sie können ihn auch nicht aggressiv oder hochpathogen "befallen"!! (Das ist leider die Sprache dramatisierender Mikro- und Molekularbiologen; besonders wenn man diese einsamen guten Labormenschen manchmal mit weit hochgerissenen Augenbrauen wichtigtuerisch einmal im Fernsehstudio als Seuchenprognostiker erlebt...)
Wie auch andere sog."Hochpathogene und hypervirulente Erreger" (lat. hoch krankmachende und höchstgiftigen Bakterien oder Virus-Partikel ?), so wird auch der erst auf geeigneten Nährmedien in Massen (in infektiöser Dosis) angereicherte und geschluckte ubiquitäre Schmutzkeim, das Listerium-Bakterium, in unserem Enterum potentiell krankmachend! Das kann natürlich auf/in einem ungekühlten ("bebrüteten"), schon kontaminierten und danach noch verzehrten Fleisch- oder Milch-Erzeugnis passieren.
Und so haben uns ständige Hygienemaßnahmen (Kühlkette, Händewaschen und Taschentuch vorm Mundhalten) schlicht davor zu schützen, dass es irgendwo zu diesen Massen-Keim-Vermehrungen -in organischen Ausscheidungen oder Schmutz-, zu infektiöser ("hereinmachender") E i n t r a g u n g en durch vergammelte Lebensmittel, oder unsere manuellen Verschmierungen, oder ausgehusteten / ausgenießten, infizierenden Aerosole nicht kommen kann.
Letzteres sind die wahren (vermeidbaren) ansteckenden "Ausbrüche"!
Wie wir alle wissen sollten, kommt es deshalb nicht zum "Ausbruch" (US-Slang "outbreak") einer ansteckenden Krankheit oder eines vermeintlichen Erregers, sondern zunächst schlicht nur zum Apparentwerden eines Krankheitsbildes mit spez. Symptomen, und zur labormäßigen "Feststellung" eines beteiligten Krankheitserregers in irgendeinem Körper oder Material!!
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt (krit. FTA für Hygiene und Mikrobiologie) aus Rostock zum Beitrag »
[09.10.2019, 13:23:28]
Dr. Sigrid Geldmeyer 
weiterarbeitende Rentner 
Auf dem oben gezeigten Foto befinden sich nur Männer. darf ich daraus schließen, daß nur Mediziner männlichen Geschlechts nach der Berentung weiterarbeiten? zum Beitrag »
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